Neue Regeln ab 2027 geplant
Das ändert sich beim Führerschein
26.03.2026 – 15:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Kosten für den Führerschein steigen seit Jahren. Nun will die Politik gegensteuern. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) plant eine umfassende Reform. Diese Regeln sollen kommen.
Während Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) die große Führerscheinreform vorantreibt, hagelt es massive Kritik: Einerseits sollen die Pläne den Führerschein deutlich günstiger machen, andererseits warnen Experten jedoch vor einem gefährlichen Einbruch bei der Verkehrssicherheit.
Ein Kernpunkt der Reform: Die Zahl der vorgeschriebenen Sonderfahrten (Überland, Autobahn, Nachtfahrt) soll deutlich sinken. Statt der bisherigen zwölf Fahrten sollen künftig nur noch mindestens drei verpflichtend sein. Über weitere Stunden soll im Ermessen der Fahrschulen entschieden werden.
Zudem soll bereits vorhandenes Wissen aus anderen Führerscheinklassen stärker angerechnet werden. Ein kompletter Verzicht auf Praxisstunden oder eine Ausbildung ausschließlich am Simulator ist jedoch nicht vorgesehen.
Auch bei der Theorie gibt es deutliche Änderungen:
Ein kontroverser Punkt bleibt die Ausbildung durch Laien, beispielsweise durch Eltern. Minister Schnieder plant hierfür eine sogenannte Experimentierklausel. Nach einer Erprobungsphase soll evaluiert werden, ob dieses Modell – ähnlich wie in Österreich – dauerhaft übernommen wird.
Kritik kommt vor allem von der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände: Sie wirft der Politik vor, die Verkehrssicherheit zugunsten niedrigerer Kosten zu opfern. Die Reformpläne seien ein Schlag ins Gesicht für alle, die sich jahrelang für sichere Straßen starkgemacht hätten.
Ähnlich skeptisch äußert sich der TÜV-Verband. Die Prüfer lehnen es ab, die Hürden für Fahranfänger generell zu senken – ganz gleich, ob durch kürzere Prüfungen oder einen kleineren Fragenkatalog.











