Laut dem Haarexperten benötigt die Haarwurzel zur Bildung der Haare Mineralstoffe und Spurenelemente sowie Vitamine und Eiweiß. Bei der Ernährung komme es allerdings nicht auf einzelne Nährstoffe an, sonders auf das Gesamtpaket. Je frischer und ausgewogener man esse, desto besser seien die Haarwurzeln genährt. „Eine gesunde Ernährung mit frischem Gemüse, Obst, Salaten, Vollkornprodukten, Milchprodukten sowie Fisch und auch mal einem Stück Fleisch beugt einem Mangel in der Regel vor und versorgt die Haare mit wichtigen Nährstoffen wie Magnesium, Kalzium, Eisen, Zink, Kupfer, Jod, Vitamin C und B-Vitaminen, aber auch Eiweiß, das für die Keratinbildung von Bedeutung ist.“
Ein Grund für eine Hormon(ersatz)therapie ist der Haarausfall auf dem Kopf beziehungsweise ein verstärktes Haarwachstum im Gesicht der Deutschen Menopause Gesellschaft zufolge nicht. Allerdings könne bei Haarausfall und gleichzeitigem Vorliegen einer Indikation für eine Hormonersatztherapie diese so ausgewählt werden, dass den Effekten der männlichen Hormone entgegengewirkt und damit der Haarausfall gebessert wird. Bevor Frauen sich für die Einnahme von künstlichen Hormonen entscheiden, sollten Sie sich über die möglichen Vor- und Nachteile informieren.
Nimmt der Haarausfall im Verlauf der Wechseljahre zu und bringt auch ein gesunder Lebensstil keine Verbesserung der Situation, liegt möglicherweise kein diffuser Haarausfall, sondern ein anlagebedingter Haarausfall vor, androgenetische Alopezie genannt. Diese Form des Haarausfalls gehört zu den häufigen Ursachen für Haarausfall bei Frauen. Bei dieser genetisch vorbestimmten Form des Haarausfalls reagieren die Haarfollikel gegenüber männlichen Sexualhormonen zunehmend empfindlich. Die Androgene zerstören die Haarfollikel. Die Haare können verstärkt ausfallen und/oder unzureichend nachwachsen.
„Ungefähr 20 Prozent der Frauen entwickeln im Laufe ihres Lebens einen anlagebedingten Haarausfall. Die Empfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber Androgenen nimmt meist mit dem Alter zu“, sagt Schwichtenberg. „Rückgängig machen lässt sich der durch die Hormoneinwirkung verursachte Haarverlust nicht. Bereits zerstörte Haarfollikel können nicht regenerieren. Aus diesem Grund ist bei androgenetischer Alopezie eine frühe Diagnose und Behandlung wichtig, um weiteren Haarausfall zu verhindern.“ Bei Haarausfall sollten sich betroffene Frauen daher immer an einen Hautarzt oder eine Hautärztin wenden und die Ursache abklären lassen. Während bei diffusem Haarausfall der Haarverlust den gesamten Kopf betrifft, zeigt sich der anlagebedingte Haarausfall bei Frauen vor allem am Haaransatz und in der Scheitelregion.











