Größter Hotelbetreiber Europas
Nach Insolvenz: Erste Häuser müssen schließen
Aktualisiert am 17.02.2026 – 05:15 UhrLesedauer: 4 Min.

Die Revo Hospitality Group ist innerhalb weniger Jahre rasant gewachsen – dann meldete die Firma Insolvenz an. Jetzt stellen drei Revo-Hotels den Betrieb ein.
Das „Aedenlife Hotel & Resort“ auf Rügen, das „Mövenpick Hotel Frankfurt City“ sowie das „Centro National Frankfurt by Windham“ haben infolge der Revo-Insolvenz ihren Betrieb eingestellt. Damit sind erstmals konkrete Standorte betroffen, nachdem Europas größter Hotelbetreiber Mitte Januar für rund 140 Gesellschaften Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg beantragt hatte.
Die in Berlin ansässige Gruppe betreibt nach eigenen Angaben rund 250 Hotels in 135 Städten und zwölf europäischen Ländern – unter eigenen Marken sowie als Franchisenehmer großer Ketten wie Hilton, Accor, Wyndham oder Steigenberger. Zuvor firmierte das Unternehmen unter dem Namen HR Group.
Das „Aedenlife Hotel & Resort Rügen“ hat den Betrieb bereits eingestellt. Auf der Internetseite heißt es, Buchungen seien nicht mehr möglich. „Gäste mit bestehenden Buchungen werden schnellstmöglich informiert. Wir bedauern die Unannehmlichkeiten, die sich daraus ergeben“, teilt das Hotel mit.
Auch das „Mövenpick Hotel Frankfurt City“ hat geschlossen. Ein Mitarbeiter erklärte auf Anfrage am Samstag, „Morgen ist der letzte Tag“. Es seien noch die letzten Gäste im Haus, doch am Sonntag werde der Betrieb eingestellt. „Dann existiert das Hotel nicht mehr“, sagte er. Auch das „Centro National Frankfurt, Trademark Collection by Wyndham“ ist nicht mehr buchbar.
Bei der ursprünglichen Meldung im Januar teilte das Unternehmen mit, die Insolvenzen seien in Eigenverwaltung angemeldet. Tatsächlich wurde jedoch für insgesamt vier Gesellschaften ein vorläufiges Regelinsolvenzverfahren angeordnet und Lucas Flöther von der Kanzlei Flöther & Wissing als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt, wie das Branchenportal „Hotel vor 9“ berichtete. Neben den drei nun geschlossenen Häusern betrifft das auch das „Centro Hotel Goya“ in Wolfsburg. Dort läuft der Betrieb bislang weiter.
Bei einer Insolvenz in Eigenverwaltung bleibt die bisherige Geschäftsführung im Amt und steuert die Sanierung selbst, allerdings unter Aufsicht eines gerichtlich bestellten Sachwalters. Ziel ist es, das Unternehmen zu stabilisieren und fortzuführen.









