„Oktober bis Ostern“
Herbst-Risiken im Straßenverkehr: ADAC warnt vor diesen Gefahren
25.09.2026 – 16:33 UhrLesedauer: 2 Min.
Nebel, nasses Laub und Wildwechsel: Der Herbst bringt neue Risiken auf die Straßen. Der ADAC hat nun erklärt, worauf Autofahrer jetzt achten müssen.
Der ADAC Nordbayern hat Empfehlungen für Autofahrende veröffentlicht, die auf typische Risiken der Herbstsaison hinweisen. Neben Nebel, nassem Laub und schlechter Sicht zählt der Automobilclub auch den zunehmenden Wildwechsel zu den zentralen Gefahren. Die Hinweise gehen aus einer Pressemitteilung des ADAC Nordbayern hervor.
Vor Fahrten empfiehlt der ADAC, Scheiben innen und außen zu reinigen und den Wischwasserstand zu prüfen. Da die Temperaturen bereits in den Minusbereich fallen können, solle dem Wischwasser Frostschutz beigemischt werden. Außerdem sollten Scheinwerfer und Rücklichter auf Funktion und korrekte Einstellung kontrolliert werden.
Faustregel für Reifenwechsel: „Oktober bis Ostern“
Für den Reifenwechsel gilt die Faustregel „Oktober bis Ostern“. Die Reifen sollten mindestens vier Millimeter Profiltiefe haben und nach spätestens sechs Jahren ersetzt werden, weil das Gummi mit der Zeit aushärtet und an Grip verliert. Seit dem 1. Oktober 2024 sind nur noch Reifen mit dem Alpine-Symbol zugelassen, also dem Bergpiktogramm mit Schneeflocke. Reifen mit der Aufschrift M+S gelten seitdem nicht mehr als Winterreifen im Sinne der gesetzlichen Winterreifenpflicht.
Auf der Straße rät der ADAC im Herbst zu mehr Abstand, geringerem Tempo und eingeschaltetem Licht. Auf rutschigem Laub solle besonders sanft gelenkt und beschleunigt werden. Die Nebelschlussleuchte dürfe erst bei einer Sichtweite von unter 50 Metern eingeschaltet werden; dann gilt zudem eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Auch bei trockenem Wetter könne eine tiefstehende Sonne in Verbindung mit nasser Fahrbahn die Sicht einschränken. Eine saubere Windschutzscheibe helfe, weil Schlieren das einfallende Licht streuen.
Gefahr durch Wildwechsel
Mit dem Herbst steigt nach Angaben des ADAC die Gefahr durch Wildwechsel, besonders in den frühen Morgen- und Abendstunden an Waldrändern und Feldwegen. Wildtiere könnten die Geschwindigkeit von Fahrzeugen nicht einschätzen und sprängen unvermittelt auf die Fahrbahn. Wer ein Tier am Straßenrand sieht, solle das Fernlicht ausschalten, Tempo verringern oder bremsen und hupen. Da Tiere oft nicht allein unterwegs sind, könne auch weiteres Wild folgen.
Lasse sich eine Kollision nicht mehr vermeiden, rät der ADAC, nicht auszuweichen, sondern voll zu bremsen und die Spur zu halten. Ein unkontrolliertes Ausweichmanöver könne laut ADAC schnell im Gegenverkehr oder an einem Baum enden.
