ADAC warnt

Diese Haltung ist für Beifahrer lebensgefährlich


Aktualisiert am 29.05.2026 – 16:28 UhrLesedauer: 2 Min.

Richtige Haltung: Auch als Beifahrer sollte man unbedingt darauf achten. (Quelle: FotografiaBasica/getty-images-bilder)

Leichtsinnig: Wer als Beifahrer eine bestimmte Sitzposition einnimmt, riskiert im Ernstfall sein Leben. Und auch das Fahrverhalten kann durch den Beifahrer beeinflusst werden.

Auch wenn es verlockend sein mag, auf langen Fahrten die Füße auf das Armaturenbrett zu legen: Besser ist es, die ganze Zeit auf dem Boden zu bleiben.

Test mit Tempo 64

Gefährliche Sitzposition: Wenn der Beifahrer seine Füße auf das Armaturenbrett legt, kann er sich im Notfall schwer oder sogar tödlich verletzen. (Quelle: Christin Klose/dpa-tmn)

Denn wer sich im Auto so lässig zurücklehnt, lebt gefährlich. Im Ernstfall drohen schwerste bis tödliche Verletzungen am Kopf, der Wirbelsäule und den Beinen, warnt der ADAC.

Das Phänomen nennt sich auch „Submarining“. Das Wort kommt vom englischen „Submarine“, also U-Boot. Es veranschaulicht, dass man beim Sitzen „abtaucht“.

Was bei einem Unfall geschieht

Bei einem Crashtest mit 64 km/h zeigte ein Dummy: Der Airbag im Armaturenbrett kann die Insassen in dieser Sitzposition nicht schützen – er erhöht sogar das Verletzungsrisiko:

  • Durch den auslösenden Beifahrerairbag werden die Beine beim Aufprall nach oben gedrückt.
  • Durch die zurückgelehnte Sitzposition verlängert sich der Weg des Oberkörpers. Dadurch erhöht sich die Beschleunigung. Mit dieser höheren Beschleunigungsenergie prallt der Kopf gegen das eigene Knie oder Schienbein.
  • Dabei dreht sich der Körper aus dem Gurt. Der Kopf verfehlt die schützende Kopfstütze.

„Auch aus der Unfallforschung weiß man, dass Kopf und Nacken so stark beansprucht werden, dass die Verletzungen der Wirbelsäule oft tödlich sind“, so der ADAC.

t-online-Assistent

Erhalten Sie Antworten aus Tausenden t-online-Artikeln.

Auch schlafende Beifahrer sind lebensgefährlich

Ein Schläfchen auf dem Beifahrersitz: Dadurch steigt das Unfallrisiko. (Quelle: Westend61/imago-images-bilder)

Das Risiko, hinter dem Steuer einzuschlafen und dadurch einen Unfall zu bauen, ist höher, wenn auf dem Beifahrersitz jemand schläft, warnen Schlafforscher. Aber warum?
Man geht davon aus, dass die gleichmäßige Atmung eines Schlafenden und seine Bewegungslosigkeit in bestimmten Situationen eine sehr beruhigende und entspannende Wirkung auf die Menschen in seiner unmittelbaren Umgebung haben.

Im Auto kann dieser Effekt so stark sein, dass er sich auf den Fahrer überträgt. Monotone Autobahnfahrten und Nachtfahrten begünstigen diesen Effekt. Hier erfahren Sie mehr dazu.

Share.
Exit mobile version