Gefährliche Geste im Verkehr
Kind am Straßenrand: Was Sie niemals tun sollten
07.04.2026 – 15:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Handzeichen, ein Lächeln: Viele Autofahrer wollen Kindern dabei helfen, die Straße zu überqueren. Doch was als freundliche Geste gemeint ist, endet oft im Krankenhaus. Experten warnen vor einem Fehler mit gravierenden Folgen.
Ein Kind steht am Bordstein und wartet. Wer jetzt bremst und es per Handzeichen über die Fahrbahn winkt, bringt es in Gefahr. Der Auto Club Europa (ACE) rät von dieser „gut gemeinten Geste“ strikt ab. Denn das Winken führt oft zu Missverständnissen mit fatalen Folgen.
Kinder im Grundschulalter verlassen sich in solchen Momenten oft blind auf das Signal. Sie rennen los, ohne auf den restlichen Verkehr zu achten. Andere Autofahrer erkennen die Situation jedoch häufig nicht. Die Folge: Das Kind schaut nur noch auf den Winkenden und übersieht herannahende Autos aus der Gegenrichtung oder überholende Autos.
Kinder stecken kognitiv und motorisch noch mitten in der Entwicklung. Sie können Entfernungen, Geschwindigkeiten und Anhaltewege kaum richtig einschätzen. Ein Handzeichen nimmt ihnen die eigene Entscheidung ab – und genau das kann gefährlich sein.
Gerade jetzt im Frühling sind wieder mehr Kinder mit Rollern und Fahrrädern unterwegs. Nach der Winterpause fehlt vielen noch die nötige Sicherheit. Vor allem in Wohngebieten, vor Schulen, Kindergärten und Spielplätzen gilt deshalb: Seien Sie besonders wachsam.
Rechnen Sie jederzeit mit Fehlern der Kleinen. Experten empfehlen daher: Nehmen Sie Tempo heraus, seien Sie bremsbereit, aber fahren Sie im Zweifel lieber langsam vorbei. So kann das Kind die Verkehrslage selbst erfassen und erst losgehen, wenn die Straße wirklich frei ist.
Kleiner Tipp: Stellen Sie vor der Fahrt immer den Sitz und das Lenkrad richtig ein und wählen Sie geeignete Reifen. Dadurch lässt sich oft Schlimmeres verhindern.











