„Es war ein Hin und Her mit uns“
Mario Adorf: Sie stand ihm bis zuletzt zur Seite
09.04.2026 – 13:12 UhrLesedauer: 2 Min.
Am 8. April fand Monique Faye ihren Ehemann tot in seinem Bett. Mario Adorf ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Bis zuletzt war seine Frau an seiner Seite.
Mario Adorf und Monique Faye begegneten sich erstmals 1968 in Spanien. Sie begleitete Filmikone Brigitte Bardot zu Dreharbeiten, die beiden Frauen waren eng befreundet. Als Bardot im Dezember 2025 starb, sei das ein Schock für Adorf und seine Frau gewesen. „Über Brigitte Bardot habe ich meine Frau Monique kennengelernt, die ebenfalls aus Saint-Tropez stammt“, sagte der 95-Jährige damals der „Bild“-Zeitung. „Dafür bin ich ihr natürlich für immer dankbar und verbunden.“
Richtig kennengelernt habe sich das Paar einige Monate nach dem ersten Aufeinandertreffen. Es hat letztlich in Rom gefunkt. „Ich hatte zuerst nur Augen für die Bardot“, gab Adorf später zu. Doch dann fiel ihm irgendwann Monique mit ihrer Lebendigkeit auf. „Und da begann die ganze Geschichte zwischen uns.“
Doch bis zur Eheschließung sollte es noch dauern. „17 Jahre war es ein Hin und Her mit uns. Ein langes Ausprobieren. Dann heirateten wir und waren nie mehr getrennt“, erinnerte sich Adorf weiter in dem Interview. 1985 gaben sich die beiden das Jawort.
Die Jahre davor beschrieb Adorf selbst in dem Dokumentarfilm „Es hätte schlimmer kommen können“ als „Dolce-Vita-Zeit“. Er habe ein „sehr leichtes Leben“ geführt. Auch Monique Faye war Teil dieses Lebens. Zusammen mit ihr und Brigitte Bardot habe er „in den 60er- und 70er-Jahren viele gemeinsame Stunden und Feste verbracht“. Dazu gehörte auch Gunter Sachs, mit dem Adorf gut befreundet war und mit dem Bardot verheiratet war.
Im Interview mit der Zeitschrift „Bunte“ sagte Adorf 2019: „Es war eine sorglose, wunderbare, leichtlebige Zeit, die man wirklich genießen konnte.“ Das Paar habe sich vor der Eheschließung „freizügig ausprobiert“. Über die Ehe sagte er außerdem: „Meine Ansicht über die Ehe habe ich ja schon geäußert in einem Satz, der mir zugeschrieben wird und den ich vielleicht auch gesagt habe: Die Ehe beginnt nach dem ersten Seitensprung.“
Er habe die Ehe nie als „heiliges Sakrament“ verstanden, sondern darin die Möglichkeit gesehen, mit einem Menschen, den man liebt, zusammenzuleben und alt zu werden. Mit Monique Faye ist ihm das ganz offensichtlich gelungen.










