Globale Studie deckt auf
Millionen Todesfälle durch Brustkrebs wären vermeidbar
04.03.2026 – 11:01 UhrLesedauer: 3 Min.
Rotes Fleisch, Rauchen, hoher Blutzucker: Einige Faktoren spielen laut einer neuen Studie eine zentrale Rolle bei Brustkrebs. Wie sich das Risiko senken lässt.
Brustkrebs ist bei Frauen der häufigste Krebs. Viele Todesfälle durch Brustkrebs sind einer aktuellen Studie zufolge allerdings vermeidbar. Mehr als ein Viertel (28 Prozent) der insgesamt an Brustkrebs verlorenen gesunden Lebensjahre seien auf sechs Risikofaktoren zurückzuführen, auf die man Einfluss nehmen könne, heißt es in einer im Fachjournal „The Lancet Oncology“ veröffentlichten Studie.
Im Jahr 2023 seien weltweit 2,3 Millionen Brustkrebs-Erkrankungen neu festgestellt worden, schreibt das Forschungsteam um Lisa Force von der University of Washington in Seattle. 764.000 Frauen seien an der Erkrankung gestorben. 24 Millionen gesunde Lebensjahre gingen in dem Jahr durch die Erkrankung oder den frühzeitigen Tod verloren. Für ihre Studie berechnete das Team nun exemplarisch, welchen Anteil die sechs vermeidbaren Risikofaktoren auf den Verlust gesunder Lebensjahre haben:
Dies bedeute, dass man mit einem gesunden Lebensstil ohne Rauchen und mit weniger rotem Fleisch, dafür aber mit viel Bewegung und einem gesunden Gewicht den Verlust gesunder Lebensjahre durch die Krankheit vermeiden könne, heißt es in der Studie. Allerdings gibt es auch genetische und andere nicht beeinflussbare Ursachen für die Krebsart.
Zwischen 1990 und 2023 habe sich die Krankheitslast durch die Risikofaktoren Alkohol und Tabak zwar deutlich verringert – nämlich um 47 beziehungsweise 28 Prozent, heißt es weiter. Bei den anderen Faktoren gebe es bislang allerdings keine solche positive Entwicklung, halten die Autoren fest.
Das Forschungsteam der aktuellen Studie sieht in seinen Erkenntnissen Potenzial für eine erfolgreiche Vorbeugung: „Da mehr als ein Viertel der weltweiten Brustkrebsfälle mit sechs veränderbaren Lebensgewohnheiten in Verbindung steht, gibt es enorme Möglichkeiten, das Brustkrebsrisiko für die nächste Generation zu senken“, betont die beteiligte Forscherin Marie Ng von der National University of Singapore. So könnten die Gesundheitspolitik gezielter ausgerichtet und Einzelne besser beraten werden, etwa um Übergewicht zu reduzieren oder den Blutzucker zu senken.











