Sommerferien starten
Stau-Alarm: Diese Autobahnen werden zum Nadelöhr
22.06.2026 – 15:19 UhrLesedauer: 5 Min.
Mit dem Ferienstart in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland rollt die Reisewelle an. Wer flexibel ist, kann der Blechlawine noch ausweichen.
Die kleine Verschnaufpause der letzten Wochen ist vorbei. Mit Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland starten am kommenden Wochenende (26. bis 28. Juni) die ersten Bundesländer in die Sommerferien. Die anderen stehen in den Startlöchern. Auch in anderen Ländern des europäischen Auslands beginnt die schulfreie Zeit oder hat schon begonnen.
Die Folge: In den kommenden Wochen steigt das Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen rapide an. Entspannung ist dann erst Mitte September zu erwarten, so der Auto Club Europa (ACE). Allerdings ist nicht jedes Wochenende gleich schlimm. Das kommende etwa dürfte den Angaben zufolge insgesamt maximal eine mittlere Staugefahr bereithalten.
Die Prognosen des ADAC kommen zu ähnlichen Schlüssen und erwarten ein deutlich erhöhtes Verkehrsaufkommen und längere Staus. Der Club verweist wegen der geografischen Lage der ersten Ferien-Bundesländer vor allem auf eine Staugefahr im Westen. Meist geht es in Richtung der Berge, in den Süden oder ans Meer. Allerdings erwartet auch der ADAC noch keine „endlos langen Blechlawinen“ zum „Saisonauftakt“. Und: Es gibt Tage, an denen man besser mit dem Auto starten kann.
An diesen Tagen reist es sich erheblich entspannter
Zwar kann nicht jeder den Starttermin seiner Reise flexibel gestalten. Doch wer in der glücklichen Lage ist, sollte das tun und besser unter der Woche am Dienstag oder Mittwoch aufbrechen, so der ACE. Wer am Wochenende losmuss, sollte das idealerweise am Sonntag tun und nicht am Samstag.
Gar kein guter Startzeitpunkt ist der Freitag. Denn hier treffen die Berufspendler auf die Reisenden, was sich meist bis in den späten Abend hinein mit dichtem Verkehr und hoher Staugefahr bemerkbar macht.
Wer partout am Wochenende starten muss, sollte das laut ACE möglichst früh am Morgen tun oder sogar darüber nachdenken, in der Nacht zu fahren. Doch das erfordert noch mehr Konzentration, eine richtige Selbsteinschätzung und regelmäßige Pausen.
Die Tage in der Übersicht
- Freitag: Schon ab dem frühen Mittag erwartet der ACE ein spürbar ansteigendes Verkehrsaufkommen. Wer weiter in den Süden nach oder über Österreich will, muss eine vorübergehende Sperrung des Fernpasses am Samstag (10.00 bis 12.00 Uhr) berücksichtigen. Um den erwartbaren Stau zu vermeiden, dürften einige den Start auf den Freitag vorverlegen. Daher könnte es noch voller werden.Auch zahlreiche Baustellen – der ADAC zählt aktuell mehr als 1.000 – sorgen dafür, dass der Weg zum Ziel oftmals länger dauert. So dürfte es bis weit in den Abend hinein eine mittlere Staugefahr geben.
- Samstag: Die Autobahnen füllen sich am Vormittag „deutlich“, so der ACE. Denn neben den Ferienfahrern aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland starten nun auch viele, die nicht an solche Termine gebunden sind. Auch Reisende aus Skandinavien und Polen rollen auf die Straße. Besonders voll dürften die typischen Urlaubsrouten werden. Die Autobahnen in Richtung Süden sowie die Strecken an die Küsten. Speziell Baustellen werden wieder zu Nadelöhren. Erst ab dem späten Nachmittag ist mit einer entspannten Verkehrslage zu rechnen.
- Sonntag: Zwar ist auch Sonntag ein leicht erhöhtes Verkehrsaufkommen auf den klassischen Reisestrecken erwartbar. Doch Staus seien eher die Ausnahme, so der ACE. Das macht den Sonntag noch zu einem vergleichsweise ratsamen Reisetag am Wochenende. Doch ab Nachmittag ist den Angaben zufolge auf den Heimreisestrecken mehr los. Hier muss mit „kürzeren Verzögerungen“ gerechnet werden.
Die vielen Baustellen wurden schon erwähnt, doch es gibt auch gute Nachrichten: Die Anzahl der geplanten Autobahnsperren ist im Gegensatz zu den vergangenen Wochenenden gesunken. Dennoch gibt es mancherorts noch welche an diesem Wochenende: etwa in Hamburg auf der A 1 (Bremen – Lübeck). Der ADAC hat dazu eine Seite im Netz.
Der ACE und der ADAC erwarten in den Großräumen Hamburg, Stuttgart und München sowie auf folgenden Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):
- A 1 Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück – Münster – Dortmund – Köln
- A 2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg
- A 3 Arnheim – Oberhausen – Köln – Frankfurt/Main – Würzburg und Linz – Passau
- A 4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe und Chemnitz – Dresden – GörlitzA 5Kassel – Frankfurt/Main – Karlsruhe – Basel
- A 6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg – Pilsen
- A 7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
- A 8 Karlsruhe – Stuttgart – Ulm – München – Salzburg
- A 9 Berlin – Halle/Leipzig – Nürnberg – München
- A 10 Berliner Ring
- A 11 Berliner Ring – Kreuz Uckermark
- A 12 Berliner Ring – Frankfurt/Oder
- A 13 Dresden – Schönefelder Kreuz
- A 20 Lübeck – Rostock
- A 21 Kiel – Bargteheide
- A 23 Hamburg – Heide
- A 24 Hamburg – Schwerin – Pritzwalk – Berliner Ring
- A 27 Bremen – Bremerhaven
- A 31 Gronau – Meppen
- A 38 Göttingen – Halle
- A 40 Duisburg – Essen
- A 45 Dortmund – Hagen – Gießen
- A 59 Köln – Bonn
- A 61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
- A 81 Heilbronn – Stuttgart – Singen
- A 93 Kiefersfelden – Rosenheim
- A 95 München – Garmisch-Partenkirchen
- A 96 München – Lindau
- A 99 Autobahnring München








