Blockade am Samstag

Brenner gesperrt: Diese Ausweichrouten kommen infrage


29.05.2026 – 11:13 UhrLesedauer: 2 Min.

Nadelöhr Brenner: Am Samstag geht auf der wichtigen Verbindung zwischen Deutschland, Österreich und Italien nichts mehr. (Quelle: IMAGO/LUKA KOLANOVIC)

Die Brennerautobahn wird am Samstag für mehrere Stunden gesperrt. Wer trotzdem Richtung Italien oder zurück nach Deutschland fahren muss, hat diese Alternativen.

Die Vollsperrung der Brennerautobahn am Samstag dürfte den Reiseverkehr Richtung Italien und zurück nach Deutschland erheblich beeinträchtigen: Die Blockade aufgrund einer großen Protestaktion fällt mitten in die Pfingstferien von Bayern und Baden-Württemberg sowie ans Ferienende in Sachsen-Anhalt. Die Polizei rechnet mit einer sehr schwierigen Situation auf den Straßen. Die Behörden in Tirol, aber auch in Deutschland, bereiten sich auf eine außergewöhnliche Verkehrslage vor.

Wer die Fahrt nicht verschieben kann, sollte den Brenner großräumig umfahren und auf andere Alpenübergänge ausweichen. Allerdings warnt der ADAC: Auch auf den Alternativrouten ist mit Staus und langen Verzögerungen zu rechnen.

Das sind die wichtigsten Ausweichstrecken

Als wichtigste Ausweichmöglichkeiten nennt der Automobilclub den Gotthard-Tunnel und den San-Bernardino-Tunnel in der Schweiz sowie den Reschenpass. Vor allem die beiden Schweizer Routen dürften stark belastet werden, weil viele Urlauber den Brenner großräumig umfahren wollen.

Der Gotthard-Tunnel gilt als eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen durch die Alpen. An verkehrsreichen Reisetagen bilden sich dort allerdings regelmäßig lange Staus vor den Tunnelportalen. Ähnliches gilt für die Route durch den San-Bernardino-Tunnel, die insbesondere für Reisende aus dem westlichen und südwestlichen Deutschland eine Alternative sein kann.

(Quelle: t-online/ha)

Auch der Reschenpass bietet sich als Umfahrung an. Die Strecke führt über Tirol nach Südtirol und wird von vielen Urlaubern als Alternative zum Brenner genutzt. Allerdings gibt es dort derzeit Einschränkungen wegen Bauarbeiten. Zudem ist die Route langsamer und weniger leistungsfähig als die Autobahnverbindung über den Brenner.

Je nach Start- und Zielort kommen außerdem die Felbertauernstraße oder die Pyhrnautobahn infrage. Beide Strecken können eine Ausweichmöglichkeit sein, wenn sich der Verkehr auf den Hauptrouten staut. Allerdings rechnen Verkehrsexperten auch dort mit deutlich höherem Verkehrsaufkommen als üblich.

Weniger geeignet sind dagegen kleinere Alpenpässe wie das Timmelsjoch. Die Straßen sind teilweise schmal, steil und nicht für große Verkehrsströme ausgelegt. Für Wohnmobile und Gespanne gelten zudem teilweise Einschränkungen. Als Ausweichroute für den Reiseverkehr werden diese Strecken daher nicht empfohlen.

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Das rät der ADAC

Vor der Sperrung der Brennerautobahn: Schon jetzt zeichnen sich Probeleme ab. (Quelle: dpa/Sven Hoppe)

Der ADAC rät Reisenden deshalb, ihre Fahrt, wenn möglich, auf einen anderen Tag zu verlegen. Wer dennoch unterwegs sein muss, sollte ausreichend Zeitreserven einplanen. Denn die Verkehrsprobleme dürften sich durch die Brenner-Sperrung nicht auf die eigentliche Route beschränken, sondern auf zahlreiche Alpenübergänge verlagern.

Auch auf regionale Fahrten im südlichen Bayern sollten Autofahrer verzichten: Auf den Autobahnen im Großraum südlich von München ist mit stehendem Verkehr zu rechnen. Regionale Fahrten südlich von München und Memmingen in Richtung Alpen sollten an diesem Tag nach Möglichkeit vermieden werden.

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