Parship-Umfrage

Diese Altersgruppe ist besonders offen für Neues


04.09.2026 – 18:34 UhrLesedauer: 3 Min.

Routine beim Sex (Symbolbild): Einige Frauen und Männer haben feste Termine für Sex.

Der Reiz des Fremden (Symbolbild): Laut der Umfrage finden viele Frauen und Männer die Vorstellung interessant, mit einer neuen Person zu schlafen. (Quelle: fizkes/getty-images-bilder)

Männer und Frauen setzen beim Sex klare – und teils unterschiedliche – Prioritäten. Eine Umfrage zeigt, wie sie sich in ihren Bedürfnissen und Vorlieben unterscheiden.

Was ist Frauen und Männern beim Sex wichtig? Und unter welchen Voraussetzungen lassen sie sich überhaupt darauf ein? Diese und ähnliche Fragen hat das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag der Partnervermittlung Parship knapp 3.000 Personen gestellt. Die Ergebnisse liegen t-online exklusiv vorab vor. Sie dürften für viele überraschend sein, vor allem, was die 40- bis 59-Jährigen angeht.

Grenzen beim Sex?

Für die meisten Befragten (61,7 Prozent) ist emotionale Verbundenheit die Voraussetzung für guten Sex. Dies ist allerdings mehr für Frauen (66,1 Prozent) der Fall als für Männer (57,7 Prozent). Auch beim Setzen von Grenzen gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Die Mehrheit der Frauen setzt ihre Grenzen beim Sex klar durch und lässt sich zu nichts überreden (54,3 Prozent) – bei den Männern sagt das nur rund jeder Dritte von sich (32,9 Prozent).

Fast die Hälfte der Männer gab hingegen an, ihre Bedürfnisse und Wünsche beim Sex offen zu kommunizieren (45,8 Prozent). Bei den Frauen ist nur gut jede Dritte dieser Meinung (38,7 Prozent).

Männer sind experimentierfreudiger

Deutliche Unterschiede gibt es auch bei der Offenheit. Während mehr als jeder zweite Mann (54,2 Prozent) bereit wäre, dem Partner zuliebe eine neue Sexpraktik auszuprobieren, zeigen sich Frauen zurückhaltender: Von ihnen gab nur etwas mehr als jede Vierte an, dafür offen zu sein (28,2 Prozent). Und auch beim Dreier sind Frauen (11,5 Prozent) im Vergleich zu Männern (25,4 Prozent) deutlich weniger offen.

Nicht nur zwischen den Geschlechtern gibt es deutliche Unterschiede. Auch zwischen den Altersgruppen fallen die Antworten und Prioritäten verschieden aus. So ist mit zunehmendem Alter emotionale Verbundenheit wichtiger für guten Sex (60- bis 69-Jährige: 67,2 Prozent) als noch in jungen Jahren (18- bis 29-Jährige: 55,6 Prozent). Und auch die eigenen Bedürfnisse beim Sex lernen viele erst im Laufe der Zeit genauer kennen. Während bei den 18- bis 29-Jährigen 43,1 Prozent von sich behaupten, mit den eigenen Bedürfnissen vertraut zu sein, sind es bei den 50- bis 59-Jährigen bereits 65,4 Prozent und bei den 60- bis 69-Jährigen 66,3 Prozent.

Diese Altersgruppe ist sexuell am neugierigsten

Überraschen dürfte die Einstellung der 40- bis 49-jährigen Frauen und Männer beim Thema neue Partnerschaft: Fast jeder Zweite (49,4 Prozent) findet es interessant, mit einer neuen Person intim zu werden. Zum Vergleich: Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es nur 40,7 Prozent, bei den 50- bis 59-Jährigen 42,9 Prozent. Zudem gibt fast jeder zweite 30- bis 49-Jährige an, körperliche Nähe und Sex zu brauchen, um sich geliebt zu fühlen (30 bis 39 Jahre: 46,6 Prozent; 40 bis 49 Jahre: 46,7 Prozent). Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es 41,8 Prozent, bei den über 60-Jährigen 36,0 Prozent. Zur Lebensmitte hin wird dies also wichtiger – und danach sinkt das Bedürfnis wieder.

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