Neue Analyse zeigt
Diese alltäglichen Medikamente belasten das Herz
26.03.2026 – 07:56 UhrLesedauer: 3 Min.

Viele Menschen nehmen täglich Medikamente ein – oft ohne große Bedenken. Eine neue Analyse zeigt jedoch: Selbst gängige Arzneimittel können das Herz ernsthaft schädigen.
Herz-Kreislauf-Probleme gehören zu den häufigsten Gründen für Krankenhausaufenthalte und Todesfälle. Neben Ursachen wie Bluthochdruck, hohen Cholesterinwerten oder Rauchen können auch viele Medikamente unerwartete Risiken für das Herz mit sich bringen. Das geht aus einer aktuellen Analyse im Fachjournal „European Heart Journal – Cardiovascular Pharmacotherapy“ hervor.
Für ihre Übersichtsarbeit untersuchten spanische und US-amerikanische Forscher zahlreiche Studien aus den vergangenen Jahren und fassten zusammen, welche Medikamente das Herz-Kreislauf-System beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen ein breites Spektrum möglicher Nebenwirkungen.
Die Analyse nennt mehrere weit verbreitete Arzneimittelgruppen, die das Herz belasten können:
Die Studienautoren schlussfolgern, dass viele Medikamente ein Potenzial für kardiovaskuläre Nebenwirkungen haben. Dieses stelle eine „klinisch relevante und oft unterschätzte Herausforderung dar“.
Die Analyse ergibt aber auch: Die Risiken hängen stark von der Person ab. Ältere Menschen oder Patienten mit bestehenden Herzkrankheiten reagieren empfindlicher. Auch die Dosis, die Einnahmedauer und Kombinationen mehrerer Medikamente spielen eine große Rolle.
So können sich Nebenwirkungen gegenseitig verstärken, wenn mehrere Arzneien gleichzeitig eingenommen werden. Ärzte müssen deshalb immer die gesamte Medikation im Blick behalten.
Medikamente sind bei vielen Beschwerden oft unverzichtbar. Dennoch sollten Ärzte vor der Verordnung das individuelle Risiko genau prüfen. Dazu gehören eine gründliche Untersuchung, ein Elektrokardiogramm (EKG) sowie die Kontrolle von Blutwerten.
Während der medikamentösen Behandlung empfehlen die Forscher regelmäßige Kontrollen, etwa von Blutdruck oder Herzfunktion. Besonders bei Risikopatienten sollten Ärzte auf Symptome wie Herzstolpern, Atemnot oder Schwindel achten.
Patienten sollten zudem darauf achten, frei verkäufliche Medikamente wie Schmerzmittel nur dann einzunehmen, wenn es unbedingt nötig ist. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt vor allem Herzpatienten, Schmerzmedikamente nur nach sorgfältiger Abwägung und möglichst nach Rücksprache mit ihrem Hausarzt oder Kardiologen einzunehmen. Dies gelte insbesondere bei häufigen oder länger anhaltenden Schmerzen, da Medikamente dementsprechend häufig eingenommen werden.










