Veranstalter unter Schock

Diebe stehlen gesamte Einnahmen von XXL-Flohmarkt


Aktualisiert am 18.05.2026 – 21:44 UhrLesedauer: 2 Min.

Flohmarkt (Symbolfoto): Der Polizei sollen Täterbeschreibungen vorliegen. (Quelle: IMAGO/imago)

Es sollte ein Fest für alle werden, jetzt steht der Veranstalter unter Schock: Nach dem Ende des 32. Flohmarkts in Elisabethfehn sind alle Einnahmen weg.

Nach dem Ende des 32. Riesenflohmarkts in Elisabethfehn im Landkreis Cloppenburg ist es zu einem folgenschweren Diebstahl gekommen. Wie Veranstalter Claas Meyer auf der Spendenplattform „GoFundMe“ mitteilte, sollen mindestens drei Täter nahezu die gesamten Einnahmen gestohlen haben. Laut Polizei waren am Wochenende rund 50.000 Besucher auf Deutschlands längstem Flohmarkt unterwegs.

Die Polizei bestätigte einen Einbruch in ein Wohnmobil. Demnach verschafften sich unbekannte Täter am Donnerstagabend, kurz nach Ende des Flohmarkts, zwischen 18.30 und 22.30 Uhr in der Schleusenstraße gewaltsam Zugang zum Fahrzeug und entwendeten mehrere Geldkassetten.

Sämtliche Einnahmen weg: offenbar drei Täter

„Ich habe fast keine Luft mehr bekommen, als ich den Diebstahl bemerkt habe“, schreibt Meyer im Spendenaufruf. Die genaue Schadenssumme stehe zwar noch nicht fest, liege aber wohl bei rund 50.000 Euro. Gestohlen worden seien demnach auch Wechselgeld und Abrechnungsunterlagen.

Die leeren Geldkassetten: Die Diebe sollen diese auf einem Autobahnparkplatz zwischen Bremen und Oldenburg zurückgelassen haben. (Quelle: Screenshot/GoFundMe)

Nach Angaben des Veranstalters nutzten die Täter „einen kurzen unbeaufsichtigten Moment“. Später seien leere Geldkassetten und Unterlagen auf einem Autobahnparkplatz zwischen Oldenburg und Bremen entdeckt worden. Die Polizei habe Spuren und DNA gesichert. Zudem gebe es genaue Beschreibungen von drei Verdächtigen.

Durch dieses Fenster stiegen die Täter wohl in den Wohnwagen ein. An den Außenseiten des Fensters sind noch Reste des Fingerabdruckpulvers zu sehen, welches die Polizei benutzt. (Quelle: Screenshot/GoFundMe)

Der Diebstahl trifft die Veranstalter hart. Meyer verweist auf hohe Kosten für Technik, Stromversorgung, Toiletten, Shuttlebusse und Personal. Allein die Stromversorgung habe demnach rund 20.000 Euro gekostet. Etwa 46 Mitarbeiter seien bezahlt worden.

Diebstahl nach Flohmarkt: Riesige Spende in Gefahr

Besonders bitter sei zudem, dass geplante Spenden nun gefährdet seien. „Durch den perfiden Diebstahl ist auch die Spende in Höhe von 10.000 Euro an die Vereine und Anrainer betroffen“, schreibt Meyer. Profitieren sollten unter anderem Kitas, Jugendgruppen und das Fehnmuseum in Elisabethfehn.

Zusätzlich müssten trotz des Diebstahls noch Steuern abgeführt werden. „Alles in allem wohl weitere 9.000 bis 10.000 Euro, die wir irgendwie aufbringen müssen“, so Meyer.

Wie es mit dem Flohmarkt weitergeht, sei derzeit offen. „Ehrlich gesagt, ich weiß es noch nicht“, schreibt der Veranstalter. „Ich habe mich noch nie so schlecht und hilflos gefühlt.“

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