Hendrik Wüst über Familienalltag

„Die Zeit der Kindheit gibt einem niemand zurück“


Aktualisiert am 28.06.2026 – 14:13 UhrLesedauer: 2 Min.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst: Er ist Vater von zwei Töchtern. (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt)

Seit Mitte März hat er zwei Töchter. Jetzt spricht Hendrik Wüst über seinen Alltag und über Herausforderungen, die dieser mit sich bringt.

Seit März ist Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst zweifacher Vater. Nach der inzwischen fünf Jahre alten Tochter Philippa haben er und seine Frau Katharina eine weitere Tochter bekommen: Clementine. Mit seinen Kindern genieße er derzeit viele besondere Momente, hat der 50-Jährige jetzt im Interview mit „Bunte“ gesagt.

So schilderte Wüst: „Momentan gehe ich mit meiner großen Tochter zum Schwimmkurs, wir üben auch zusammen und machen gemeinsame Fahrradtouren. Mit unserem jüngsten Nachwuchs die Neugeborenenzeit nun nochmals zu erleben, ist einfach großartig.“ Konkreter beschrieb er: „Der Griff der kleinen Finger, das erste zaghafte Lächeln. Die erste Zeit nach der Geburt ist insgesamt eine Phase des Kennenlernens, voller kleiner, besonderer Augenblicke. Das sind Dinge, die im Alltag schnell vorbeigehen, aber ein ganzes Leben lang unvergesslich bleiben.“

„Der Morgen gehört oft meinen Töchtern“

Dennoch sei die Zeit mit seiner Familie „immer zu wenig“, sagte Wüst. Er fügt aber an: „Der Morgen gehört oft meinen Töchtern. Erst Windeln wechseln, kuscheln, ich helfe der Großen beim Anziehen, mache das Frühstück. Und wenn sie vorher noch einen Papierflieger bauen will, machen wir das.“ Sowieso lerne man mit zwei kleinen Kindern im Haus einiges: „Vor allem Organisation, Gelassenheit und auch, Prioritäten richtig zu setzen“, so Wüst. Das helfe auch im politischen Alltag.

Hendrik und Katharina Wüst: Die beiden sind seit 2019 verheiratet. (Quelle: IMAGO/OLIVER LANGEL, DÜSSELDORF. GERMANY)

Wüst erklärte, dass er für seine Kindheit auch feste berufliche Termine absage: „Die Zeit der Kindheit gibt einem ja niemand zurück. Ich treffe da auf viel Verständnis. Es hat keiner etwas davon, wenn eine Familie ihr Glück nicht leben kann.“ Grundsätzlich sei sein Job als Politiker zwar wenig familienfreundlich, „aber ich habe gelernt, auch mal Nein zu sagen“.

Seine Frau, die als Juristin arbeitet, habe ihre Arbeitszeit reduziert, wolle aber weiterhin berufstätig bleiben. Wüst beschreibt die Organisation so: „Ich trage, so gut es geht, meinen Teil dazu bei. Wir sind aber auch in der glücklichen Situation, die Familie und andere Helfer hinter uns zu wissen, die uns unterstützen.“

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