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Die Zahl der Todesopfer bei einem Großbrand in einem Einkaufszentrum in Pakistans größter Stadt Karatschi stieg auf mindestens 11, nachdem Retter bei einer nächtlichen Suche nach etwa 60 als vermisst gemeldeten Personen fünf weitere Leichen aus dem schwer beschädigten Gebäude geborgen hatten, teilten Beamte am Montag mit.
Feuerwehrleute löschten den Brand im mehrstöckigen Gul Plaza am späten Sonntagabend, fast 24 Stunden nach dem Ausbruch, und ermöglichten den Rettungskräften den Zugang zum Gebäude, um die dort Eingeschlossenen zu retten.
Bürgermeister Murtaza Wahab sagte, über Nacht seien vier weitere Leichen geborgen worden, was die Zahl der Todesopfer auf mindestens zehn erhöhte.
Ein Polizeiarzt, Dr. Summaiya Syed, sagte jedoch, dass bisher fünf Leichen in das Zivilkrankenhaus Karachi gebracht worden seien, während lokale Medien berichteten, dass mindestens 14 Menschen bei dem Brand ums Leben gekommen seien.
Das Feuer begann am späten Samstag und breitete sich schnell auf Geschäfte aus, in denen Kosmetika, Bekleidung und Plastikwaren gelagert wurden, sagte Dr. Abid Jalal Sheikh, der oberste Rettungsbeamte der Stadt.
Am Sonntagabend sagte der Ministerpräsident von Sindh, Murad Ali Shah, Familien hätten etwa 60 vermisste Personen gemeldet, was die Behörden dazu veranlasste, eine Suchaktion einzuleiten.
Feuerwehrchef Humayun Ahmed sagte den lokalen Medien, dass das gewaltige Feuer das Gebäude schwer beschädigt habe.
Einige der Angehörigen der Vermissten warteten am Montag vor dem Platz und hofften auf Neuigkeiten, berichteten lokale Medien.
Die Ursache des Feuers war zunächst nicht bekannt und die Polizei sagte, eine Untersuchung sei im Gange.
In Karatschi, der Hauptstadt der Provinz Sindh, kam es in der Vergangenheit immer wieder zu tödlichen Bränden, die oft auf mangelnde Sicherheitsstandards und illegale Bauarbeiten zurückgeführt werden.
Im November 2023 kamen bei einem Brand in einem Einkaufszentrum in der Stadt zehn Menschen ums Leben und 22 weitere wurden verletzt. Bei einem Großbrand in einer Bekleidungsfabrik im Jahr 2012 kamen 260 Menschen ums Leben.
Zusätzliche Quellen • AP
