Können Sie uns mehr über das Team erzählen?
Das Team, das wir nach Venezuela geschickt hatten, war gerade von einer viertägigen Übung zurückgekehrt. Sie waren kaum zu Hause angekommen, als es schon wieder losgehen musste. Ich bin sehr stolz auf das Team. Die Gruppe ist erfahrungsmäßig eine gute Mischung. Für einen der Teammitglieder ist es der 20. Einsatz, für einen anderen der erste. Einer der vier Rettungshunde ist zehn Jahre alt, ein anderer erst zwei, aber auch sehr gut ausgebildet.
Sind Sie mit dem Verlauf der Rettungsmission zufrieden?
Wir besuchen viele Orte auf der Welt, an denen es zu Katastrophen kam, etwa in der Türkei und in Syrien nach dem schweren Erdbeben Anfang 2023. Letzte Woche starteten hier in Venezuela unglaublich schnell internationale Hilfseinsätze. Die venezolanische Regierung bat sehr schnell um Hilfe. Auf deutscher Seite wurden dann Dinge wie die Finanzierung und Unterstützung durch die Bundeswehr sehr schnell koordiniert und organisiert. Das war vorbildlich. Verteidigungsminister Boris Pistorius bot umgehend Flugkapazitäten in Form von drei Flugzeugen des Typs A400M an. Die Reaktion der Arbeitgeber, die den Freiwilligen eine Beurlaubung gewähren wollten, war erstaunlich.
Wie lange wird die Mission dauern und wird es eine Folgemission geben?
Wir planen derzeit, dass unser Team bis etwa Ende der Woche vor Ort bleiben wird. Darüber hinaus haben wir unsere Hilfe in Venezuela angeboten und stehen in diesem Zusammenhang im ständigen Dialog mit dem Auswärtigen Amt. Die Finanzierung solcher Einsätze erfolgt über das Auswärtige Amt, für dessen Unterstützung alle sehr dankbar sind. Trinkwasser ist ein Bereich, in dem eine Folgemission sinnvoll sein könnte, da wir über Experten für die Wasseraufbereitung verfügen. Darüber hinaus sind wir in der Lage, die Bevölkerung vor Ort mit Hilfsgütern zu versorgen. Eventuelle Folgemissionen werden jedoch noch diskutiert.
