Trauer um Film- und Serienstar

„Star Trek“-Darstellerin Antoinette Bower ist tot


12.07.2026 – 08:56 UhrLesedauer: 2 Min.

Antoinette Bower im Jahr 2014: Die Schauspielerin ist verstorben. (Quelle: IMAGO / Depositphotos)

Sie war Captain Kirks Gegenspielerin in „Star Trek“ und stand in unzähligen weiteren Rollen vor der Kamera. Jetzt ist Antoinette Bower im Alter von 93 Jahren gestorben.

Jahrzehntelang war Antoinette Bower auf Leinwand und Bildschirm zu sehen – als katzenähnlicher Alien Sylia in „Star Trek“, als Frau am Ende der Welt in „The Twilight Zone“, als Mutter von Jamie Lee Curtis im Horrorfilm „Prom Night“. Nun bestätigte Bowers Freundin Carlotta Glackin dem US-amerikanischen Branchenmagazin „Hollywood Reporter“ den Tod der Schauspielerin. Demnach starb sie bereits am 30. April in einem Seniorenheim im Stadtteil Eagle Rock in Los Angeles.

Bower verkörperte 1967 in der „Star Trek“-Episode „Das Spukschloss im Weltall“ die katzenartige Außerirdische Sylvia. Sie gehörte damit zu den rund 20 Frauen, die Captain Kirk in der Serie küssten. William Shatner, der Kirk-Darsteller, schickte nach Bekanntwerden ihres Todes eine E-Mail mit seinem Beileid, wie Glackin erzählte. Zudem sagte sie, dass Bower bis zu ihrem Tod weiterhin regelmäßig Post von „Star Wars“-Fans erhalten habe. Eine Gedenkfeier für Bower ist für den 26. September in Pasadena geplant.

„Star Trek“: Antoinette Bower und William Shatner als Sylvia und Captain Kirk. (Quelle: IMAGO / Everett Collection)

Auch auf der Kinoleinwand hinterließ Bower Spuren, war in den Siebziger- und Achtzigerjahren in mehreren Horror- und Actionfilmen zu sehen, in Komödien spielte sie ebenfalls mit. Von 1989 bis 1992 war sie zudem in der kanadischen Fernsehserie „Neon Rider“ in einer wiederkehrenden Rolle zu sehen, danach trat sie nicht mehr vor der Kamera.

Bower kam am 30. September 1932 in Baden-Baden zur Welt, als Tochter einer deutschen Mutter und eines englischen Vaters. Sie wuchs in England auf. Ende der Vierzigerjahre arbeitete sie als Sprachbetreuerin und Sozialberaterin für die Internationale Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen. 1953 zog sie zu ihrer Familie nach Kanada. In Toronto arbeitete sie beim kanadischen Rundfunk CBC. Anfang der Sechzigerjahre ließ sie sich in Los Angeles nieder.

Abseits der Schauspielerei drehte Bower eine Dokumentation über Chuckwagon-Rennen in Kanada, eine Rodesportart, bei der Pferde historische Planwagen schieben. Außerdem war sie als Tischlerin tätig.

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