Hitzewelle in Deutschland

Hier war es in der Nacht am kühlsten – die Liste überrascht

Aktualisiert am 23.06.2026 – 17:36 UhrLesedauer: 3 Min.

Ein Mann kühlt sich ab (Archivbild): Während im Südwesten die Hitzewelle rollt, rutschten die Nachttemperaturen im Norden zum Teil unter die Zehn-Grad-Marke. (Quelle: IMAGO/Anadolu Agency)

Tropische Nächte machen das Schlafen zur Qual. Doch in der Nacht auf Dienstag sank mancherorts das Thermometer deutlich. Wo es am kühlsten blieb.

Tagsüber Gluthitze, nachts kaum Abkühlung: In der aktuellen Hitzewelle kommt Deutschland rund um die Uhr kaum zur Ruhe. Vor allem in den Ballungsräumen des Westens und Südwestens werden die Nächte zur Belastung. Doch es gibt sie noch – die kühlen Inseln im Hitzemeer. Und die Liste der frischesten Orte in der Nacht auf Dienstag hält eine Überraschung bereit.

Wenig verwunderlich steht in der Liste der kühlsten Orte Deutschlands höchster Berg ganz oben: Auf der Zugspitze (2.962 Meter) sank das Thermometer in der Nacht auf Dienstag auf 6,6 Grad – mit Abstand der kühlste Ort des Landes. Spannender wird es dahinter.

Hier blieb es nachts am kühlsten

Diese Orte verzeichneten in der Nacht auf Dienstag die niedrigsten Tiefstwerte (vorläufige Werte):

  • Zugspitze (Bayern): 6,6 Grad
  • Karlshagen (Mecklenburg-Vorpommern): 7,8 Grad
  • Hohn (Schleswig-Holstein): 8,5 Grad
  • Hattstedt (Schleswig-Holstein): 8,8 Grad
  • Feldberg (Mecklenburg-Vorpommern): 8,9 Grad
  • Ueckermünde (Mecklenburg-Vorpommern): 8,9 Grad
  • Tribsees (Mecklenburg-Vorpommern): 8,9 Grad

Das Überraschende: Direkt hinter dem hochalpinen Spitzenreiter folgen keine hoch gelegenen, sondern flache Orte im Norden. Karlshagen auf der Insel Usedom etwa liegt nur einen Meter über dem Meeresspiegel – und kühlte trotzdem auf 7,8 Grad ab. Auch Hohn und Hattstedt in Schleswig-Holstein sowie gleich mehrere Stationen in Mecklenburg-Vorpommern blieben einstellig. Verantwortlich ist die Nähe zur Nord- und Ostsee: Die frische Meeresluft sorgt hier für klare, kühle Nächte.

Hinweis: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) weist darauf hin, dass die Werte einzelner Wetterstationen auch von ihrem Standort abhängen. So können Abweichungen zur Durchschnittstemperatur innerorts zustande kommen.

Frankfurt schwitzt sich an die Spitze

Ganz anders das Bild im Westen und Südwesten. Dort herrschten in der Nacht auf Dienstag klassische tropische Nächte – die Temperatur fiel nicht unter 20 Grad. Den bundesweiten Höchstwert meldete Frankfurt/Main mit 23,1 Grad, dicht gefolgt von Bad Bergzabern in Rheinland-Pfalz mit 22,5 Grad. Auch Worms (22,4 Grad), Geisenheim (22,2 Grad) und Berus im Saarland (22,1 Grad) kamen nicht unter die 22-Grad-Marke.

Diese Orte teilen eine Gemeinsamkeit: Sie liegen im windgeschützten Oberrheingraben und im Rhein-Main-Gebiet. In diesen Regionen staut sich tagsüber die Hitze und entweicht auch nachts kaum. Das kann den Schlaf der Menschen dort erheblich beeinträchtigen. Besonders belastend ist das für ältere und gesundheitlich vorbelastete Menschen.

Share.
Exit mobile version