Von&nbspJames Thomas&nbsp&&nbspVideo von Maud Zaba

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Laut dem Index des Europäischen Instituts für Geschlechterungleichheit wird die vollständige Gleichstellung der Geschlechter in der EU trotz erheblicher Fortschritte bei der Vertretung von Frauen in Führungspositionen und einer Verringerung des geschlechtsspezifischen Lohngefälles noch mindestens 50 Jahre entfernt sein.

Ein Bereich, der noch verbessert werden muss, sind die Renten: Neue Zahlen von Eurostat zeigen, dass die durchschnittliche Rente für Frauen ab 65 Jahren in der EU im Jahr 2024 um 25 % niedriger war als die für Männer.

Aufgeschlüsselt nach Ländern wies Malta das größte geschlechtsspezifische Rentengefälle auf: Frauen erhielten im Durchschnitt etwa 40 % weniger als Männer. Es folgten die Niederlande (36,3 %) und Österreich (35,6 %).

Die geringsten Unterschiede gab es hingegen in Estland (5,6 %), der Slowakei (8,4 %), der Tschechischen Republik und Ungarn (beide 9,6 %).

Diese Quoten sind deutlich besser als am anderen Ende der Tabelle, aber der Gesamttrend in der gesamten EU zeigt, dass noch viel zu tun ist.

Auch bei der Betrachtung der Medianrenten zeigt sich ein ähnlicher Trend: Hier erhielten Frauen in der EU 24,9 % weniger als Männer.

Den größten Abstand hatte Luxemburg (43,3 %), gefolgt von Spanien (41,1 %) und den Niederlanden (39,6 %).

Am anderen Ende verzeichnete Estland tatsächlich eine Lücke von -0,3 %, was zeigt, dass die mittlere Rente der Frauen tatsächlich etwas höher war als die der Männer. Es folgen nahezu paritätisch Ungarn (0,4 %) und Dänemark (2,7 %).

Frauen haben ein höheres Armutsrisiko als Männer

Dennoch waren Frauen im Alter von 65 Jahren oder älter laut Eurostat in 22 EU-Ländern einem höheren Armutsrisiko ausgesetzt als Männer.

Die Agentur stellte fest, dass auf EU-Ebene im Jahr 2024 der Unterschied in der Armutsgefährdungsquote (AROP) zwischen Männern und Frauen im Alter von 65 Jahren oder älter -5,6 % betrug, was zeigt, dass Frauen stärker benachteiligt waren.

Dies traf insbesondere auf Malta (-18,6 %), Litauen (-13,3 %), Österreich (-13 %) und Portugal (-12,5 %) zu.

Nur fünf Länder zeigten den gegenteiligen Trend, in dem Männer einem größeren Risiko ausgesetzt waren als Frauen: Luxemburg (1,9 %), Schweden (1,3 %), Dänemark (0,7 %), Belgien (0,48 %) und Slowenien (0,39 %).

Laut Eurostat waren die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Armutsgefährdung von Menschen bei Menschen ab 65 Jahren größer als bei Menschen unter 65 Jahren. Dies traf jedoch nicht auf alle Länder zu.

Auf EU-Ebene betrug der geschlechtsspezifische Unterschied in der AROP-Rate -1,9 % für Frauen unter 65 Jahren und -5,6 % für Frauen ab 65 Jahren.

Besonders auffällig war der Unterschied in Portugal (8,4 % bei Frauen unter 65 Jahren und -12,5 % bei Frauen ab 65 Jahren, was einem Unterschied von -20,9 % entspricht), Litauen (-20,0 % Unterschied), Irland (-18,7 %) und Bulgarien (-17,2 %).

Während ältere Frauen im Allgemeinen einem höheren Armutsrisiko (im Vergleich zu gleichaltrigen Männern) ausgesetzt waren als jüngere Frauen, war in einigen Ländern das Gegenteil der Fall.

Luxemburg verzeichnete einen Unterschied von 9,2 %, gefolgt von Slowenien (4,1 %), Dänemark (2,5 %), Deutschland (1,3 %) und Frankreich (0,7 %). Diese positiven Unterschiede deuten darauf hin, dass jüngere Frauen im Vergleich zu Männern relativ stärker benachteiligt waren als ältere Frauen.

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