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Die Europäische Union wird am Sonntagnachmittag über politische und konsularische Fragen im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran diskutieren, wobei die Rückführung europäischer Staatsangehöriger, die im Iran und im Nahen Osten gefangen sind, zu einem der dringendsten Anliegen wird, wie Euronews aus zwei Quellen mit direkter Kenntnis der Gespräche erfahren hat.
Die EU-Botschafter werden sich am frühen Nachmittag im COREPER-Format treffen, während der Rat „Auswärtige Angelegenheiten“ um 17:00 Uhr per Videokonferenz zusammentritt.
Nach Angaben von mit den Vorbereitungen vertrauten Quellen wurden die konsularische Unterstützung und die Rückführung europäischer Bürger bereits bei einem Treffen nationaler Experten am Sonntagmorgen, dem so genannten Arbeitsgruppentreffen, angesprochen.
Mehrere europäische Länder haben ihre Staatsangehörigen aufgefordert, von Reisen in den Iran oder nach Israel abzusehen und sie aufgefordert, sich für konsularische Unterstützung anzumelden.
Der französische Präsident Emmanuel Macron sagte in einem Social-Media-Beitrag, dass Maßnahmen zum Schutz der französischen Bürger ergriffen würden.
„In diesem entscheidenden Moment werden alle Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit unseres Staatsgebiets, unserer Bürger und unserer Interessen im Nahen Osten zu gewährleisten. Frankreich ist auch bereit, die notwendigen Ressourcen bereitzustellen, um seine engsten Partner zu schützen, falls diese dies wünschen“, sagte Macron.
An sieben Flughäfen wurden fast 3.500 Flüge gestrichen
Die Gesamtzahl der europäischen Staatsangehörigen, die sich derzeit im Iran oder anderswo im Nahen Osten aufhalten, ist nicht bekannt.
Der Konflikt hat den Flugverkehr in der gesamten Region erheblich beeinträchtigt. Nach Angaben von Flightradar24 wurden an sieben Flughäfen rund 3.400 Flüge gestrichen.
Am Samstag haben Katar, Israel, Iran, Syrien, Irak, Kuwait und Bahrain ihren Luftraum geschlossen. Auch Flughäfen in Dubai, Abu Dhabi, Doha und Manama schlossen ihre Türen.
Die Schließung der großen Drehkreuzflughäfen in Dubai, Abu Dhabi und Doha hat drei der weltweit größten Fluggesellschaften – Emirates, Qatar Airways und Etihad – lahmgelegt, die zusammen täglich rund 90.000 Passagiere über diese Drehkreuze abfertigen.
Auch die Flughäfen Dubai und Abu Dhabi wurden bei scheinbar iranischen Gegenangriffen getroffen. Israel hat bereits angekündigt, dass es eine Rückführungsmission vorbereitet, um seine Staatsangehörigen nach der Wiedereröffnung des Luftraums nach Hause zu bringen.
Der Umfang der möglichen Operation lässt Vergleiche mit der Reaktion der EU auf die Coronavirus-Pandemie zu.
Auf dem Höhepunkt des Ausbruchs im Jahr 2020 koordinierte die Union eine groß angelegte Rückführungsaktion, die rund 600.000 Bürger nach Hause brachte, wobei die Europäische Kommission 75 Millionen Euro zur Deckung von 75 Prozent der Transportkosten bereitstellte.









