Die Europäische Union hat bei einem Dringlichkeitstreffen am Sonntag in Brüssel davon Abstand genommen, als Vergeltung für die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber Grönland eine Handels-„Panzerfaust“ auszulösen, sagten mit den Gesprächen vertraute Personen gegenüber Euronews.
Die EU-Mitgliedsstaaten wollen dem Dialog und der Diplomatie mit den USA zunächst Priorität einräumen und werden in der Zwischenzeit keine Vergeltungsmaßnahmen ergreifen, hieß es aus den Quellen.
Die EU könnte jedoch ein 93-Milliarden-Euro-Vergeltungspaket gegen US-Produkte wieder aufleben lassen, wenn Trump seine Drohung wahr macht und am 1. Februar acht europäische Länder – darunter Dänemark, Deutschland und Frankreich – mit zusätzlichen Zöllen in Höhe von 10 % belegt, fügten die Quellen hinzu.
Nach Ablauf dieser Frist wird über die Wiedereinführung der im letzten Jahr ausgesetzten Zölle entschieden.
Das 93-Milliarden-Euro-Paket wurde letztes Jahr angesichts der Unsicherheit darüber vorbereitet, ob Trump einem Handelsabkommen zwischen der EU und den USA zustimmen würde, und sieht EU-Vergeltungszölle von bis zu 30 % auf eine Reihe von US-Produkten von Autos bis Geflügel vor.
Unterdessen hat der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, für die „kommenden Tage“ ein außerordentliches Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs einberufen. Eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle gab an, dass der Gipfel am Donnerstag, dem 22. Januar, stattfinden wird.
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