12.02.2026 – 12:00 UhrLesedauer: 3 Min.

Die deutschen Eishockey-Frauen sind schon mitten im Turnier, am Donnerstag ziehen die Männer nach. Doch die Begebenheiten werfen Fragen auf.
Von den Olympischen Spielen berichtet Benjamin Zurmühl
Die Veranstalter der Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo haben gerne damit geworben, nachhaltigere Wettbewerbe als die Vorgänger zu präsentieren. Für die alpinen Skirennen können sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen bereits bestehende Anlagen genutzt werden, auch die Biathlon-Arena in Antholz und die Skisprung-Schanze in Predazzo sind beispielsweise schon vorher vorhanden gewesen. Wenig musste neu gebaut werden.
Anders ist es aber im Eishockey. Zwei Arenen wurden extra für die Olympischen Spiele in Mailand errichtet. Die Rho Ice Hockey Arena ist eine temporäre Halle für die „kleineren“ Events, zum Beispiel das Auftaktspiel der deutschen Eishockey-Herren am heutigen Donnerstagabend. Und dann gibt es noch das Prestigeprojekt der Spiele in Mailand, die Arena Santagiulia. In „Italiens modernster Indoor-Arena“ sollen die wichtigsten Duelle auf dem Eis ausgetragen werden.
Doch so spektakulär und modern die Arena auch sein mag, in den Wochen und Tagen vor den Olympischen Spielen bereitete sie Organisatoren und Fans auch ein paar Sorgen. Zum einen, weil die Bauarbeiten kurz vor der Eröffnung noch nicht abgeschlossen waren. 14.000 Fans sollen hier einmal Platz finden, für die Olympischen Spiele sind es etwas mehr als 10.000, weil noch nicht alles fertig ist. Bei der Generalprobe Anfang Januar lagen auf den Tribünen noch Kabel herum, Gerüstrohre waren zu sehen, und die Zahl der Umkleidekabinen war auch noch nicht ausreichend.
Zum anderen, weil das Eis Probleme bereitete. Eben jene Generalprobe, ein italienisches Pokal-Halbfinale, musste mehrere Minuten unterbrochen werden, weil es ein Loch im Eis gab. Das Problem war zwar nach einigen Minuten gelöst, dennoch warf es kein allzu gutes Bild auf die Begebenheiten. Denn viel mehr Testläufe gab es nicht, aber zu den Olympischen Spielen musste alles passen.
Nach Meinung des deutschen Nationalspielers Nico Sturm ist das aber nicht der Fall. „Das ist schon tough. Das ist brutal weich“, sagte der Stürmer von Minnesota Wild nach der ersten Einheit mit der Nationalmannschaft. Der 30-Jährige war erst am Sonntag in Mailand angekommen. Laut Sturm dürfte das Problem während des Turniers sogar noch größer werden. „Wenn so viele Mannschaften auf dem Eis sind, kommt es nicht zur Ruhe. Und wenn mehr Menschen in der Halle sind, wird es ja sogar noch wärmer“, merkte er an.










