Die Berufspilotenvereinigung Vereinigung Cockpit (VC) hat ihre Mitglieder bei den Fluggesellschaften der Lufthansa-Gruppe zu zwei Streiktagen am Montag und Dienstag aufgerufen.
Der „Streikaufruf“ soll am 13. April um 00:01 Uhr Ortszeit beginnen und am 14. April um 23:59 Uhr Ortszeit enden und gilt für VC-Mitglieder der Deutschen Lufthansa AG, der Lufthansa Cargo AG und der Lufthansa CityLine, teilte die Gewerkschaft in einer am Samstag veröffentlichten Pressemitteilung mit. Weiter hieß es, dass Flüge der Eurowings GmbH, die am 13. April zwischen 00:01 und 23:59 Uhr an deutschen Flughäfen starten, bestreikt werden.
Der weniger als zwei Tage im Voraus angekündigte Streik wird voraussichtlich mindestens 80 % der Flüge ab Frankfurt und München gefährden und möglicherweise mehr als 50.000 Reisende in der Schwebe lassen, berichtete der Air Traveler Club.
VC, das mindestens 10.000 Piloten verschiedener deutscher Fluggesellschaften vertritt, fügte hinzu, dass seine Beschwerde auf der Zurückhaltung der Lufthansa bei der Beilegung mehrerer Lohnstreitigkeiten, darunter auch über Renten, beruht.
„Trotz der bewussten Entscheidung, in den Osterferien auf Streiks zu verzichten, gab es keine ernsthaften Angebote“, sagte VC-Präsident Andreas Pinheiro.
„In dieser Zeit gab es weder eine Reaktion noch eine erkennbare Verhandlungsbereitschaft seitens der Arbeitgeber. Die Arbeitgeber haben jederzeit die Möglichkeit, den Streik durch die Unterbreitung verhandlungsfähiger Angebote abzuwenden.“
Wie hat Lufthansa reagiert?
Nachdem die Verhandlungen gescheitert sind, muss sich die Kölner Fluggesellschaft nun mit den Folgen auseinandersetzen, einschließlich der Ersetzung von Linienflügen durch Dienste anderer Fluggesellschaften innerhalb der Lufthansa-Gruppe oder von Partnerfluggesellschaften.
„Lufthansa arbeitet intensiv daran, die Auswirkungen für unsere Passagiere so gering wie möglich zu halten“, sagte die Fluggesellschaft. Es fügte hinzu, dass betroffene Passagiere aufgrund der hohen Anzahl an Anrufen möglicherweise erst am 12. April informiert werden.
Gemäß ihren Umbuchungs- und Rückerstattungsrichtlinien können Passagiere mit Tickets von Lufthansa, Austrian, Swiss, Brussels Airlines oder Air Dolomiti, die am oder vor dem 11. April ausgestellt und auf von Lufthansa durchgeführten Flügen, einschließlich Lufthansa CityLine am 13. und 14. April, gebucht wurden, vom 11. bis 21. April kostenlos auf einen anderen Flug der Lufthansa Group umbuchen.
Es besteht auch die Möglichkeit, bis spätestens 13. April eine Rückerstattung zu beantragen.
Lufthansa bietet auch Passagieren auf annullierten Flügen ohne Alternativmöglichkeit Zugtickets der Deutschen Bahn an.
„Wir bedauern die Störung durch den kurzfristig angekündigten Streik der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit sehr und danken für Ihr Verständnis“, teilte der Spediteur mit.
Wochenende voller Störungen
Der bevorstehende Streik erfolgt, nachdem es am Wochenende bei zehntausenden Passagieren in ganz Deutschland zu Reisebehinderungen gekommen ist.
Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO), eine Gewerkschaft, die Flugbegleiter in Deutschland vertritt, hat am Freitag, den 10. April, die Besatzungsmitglieder der Lufthansa und ihrer Regionaltochter Lufthansa CityLine GmbH zum Streik aufgerufen.
Durch den eintägigen Streik wurden Flüge in Frankfurt und München eingestellt. The Independent meldete etwa 580 Flugannullierungen in Frankfurt, wovon bis zu 72.000 Reisende betroffen waren.
Die Beschwerden von UFO liegen in ungelösten Lohnstreitigkeiten – sie greifen auf Arbeitskampfmaßnahmen zurück, um ihre Forderungen durchzusetzen.
„Bis heute weigert sich die Unternehmensleitung konsequent, mit uns überhaupt in Verhandlungen über unsere Forderungen nach einem Tarifvertrag zu treten, auf unsere Forderungen einzugehen oder auch nur ein verhandlungsfähiges Angebot für einen solchen Plan vorzulegen“, so die Gewerkschaft.










