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Home » Die Alte Dame ist eine Wundertüte
Sport

Die Alte Dame ist eine Wundertüte

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 7, 2026
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Die Alte Dame ist eine Wundertüte

Start der 2. Bundesliga

Das größte Fragezeichen im deutschen Fußball


07.08.2026 – 11:15 UhrLesedauer: 5 Min.

Márton Dárdai: Der Innenverteidiger spielt seit 14 Jahren für Hertha BSC.Vergrößern des Bildes

Márton Dárdai: Der Innenverteidiger spielt seit 14 Jahren für Hertha BSC. (Quelle: IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch)

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Am Freitag startet die neue Zweitliga-Saison. Der VfL Bochum empfängt Hertha BSC. Welches Gesicht die Berliner in diesem Jahr zeigen werden, ist gänzlich offen.

Ein Jahr ist es her, da war die Richtung bei Hertha BSC klar: Es sollte nach oben gehen. Kapitän Fabian Reese verkündete: „Wir wollen aufsteigen.“ Trainer Stefan Leitl stellte klar: „Es muss das Ziel sein, um den Aufstieg zu spielen.“ Präsident Fabian Drescher sagte sogar: „Ich wünsche mir, dass wir am Ende einen Doppelaufstieg feiern können.“ Nun, die Frauen von Hertha BSC erfüllten ihren Teil und stiegen in die 2. Bundesliga auf. Die Herren aber beendeten die Saison auf Rang sieben der 2. Liga. Der Aufstieg in die Bundesliga war zu keinem Zeitpunkt wirklich realistisch.

Kein einziges Mal stand Hertha BSC in der Tabelle besser da als Rang sechs. Eine Statistik, die Fans des Hauptstadtklubs zum Halse heraushängt, weil sie andauernd zu lesen war. Aber sie zeigt dennoch, wie weit Anspruch und Wirklichkeit bei der „Alten Dame“ in der vergangenen Saison auseinanderlagen. Vor dem Start der Saison 2026/27 mit dem Duell der Hertha beim VfL Bochum (am Freitag ab 20.30 Uhr im Liveticker bei t-online) sind die Hauptstädter kein Aufstiegsaspirant, sondern mehr eine Wundertüte. Die wohl größte im deutschen Profifußball.

Am 24. Juli hatte die Serie ein Ende

Sommer 2026. In Berlin-Charlottenburg ist bei den Fans vom Aufstieg keine Rede. Generell ist lange überhaupt nicht klar, wovon die Rede sein könnte. Denn die Hertha hat bewegte Monate hinter sich. Kapitän und Publikumsliebling Fabian Reese wechselte für acht Millionen Euro zu Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg. Kreativspieler Michaël Cuisance (RC Lens) und Stammtorwart Tjark Ernst (Feyenoord) schlossen sich Champions-League-Klubs an. Ausnahmetalent Kennet Eichhorn unterschrieb bei Bayer Leverkusen. Mit Toni Leistner und Michał Karbownik gingen zwei weitere Stammkräfte. Zudem liefen auch die Verträge von Diego Demme und John Anthony Brooks aus, die die großen Erwartungen nie erfüllen konnten.

Beide nicht mehr da: Michaël Cuisance (vorne) und Fabian Reese (hinten).Vergrößern des Bildes
Beide nicht mehr da: Michaël Cuisance (vorne) und Fabian Reese (hinten). (Quelle: IMAGO/Eibner-Pressefoto/Scott Coleman)

Auf die vielen Abgänge reagierte Hertha verhältnismäßig spät. Erst am 24. Juli, zwei Wochen vor dem Saisonstart, präsentierten die Berliner den ersten Neuzugang für die neue Saison: Oluwaseun Adewumi vom FC Burnley. Der offensiv vielseitig einsetzbare Österreicher beendete die Serie von Instagram-Posts und Artikeln diverser Medien darüber, dass Hertha der einzige deutsche Profiklub ohne externen Neuzugang sei. Intern aber gab es ein paar neue Gesichter. Sieben Talente aus dem eigenen Nachwuchs absolvierten die komplette Vorbereitung mit den Profis, darunter die erst 17 Jahre alten Jerome Diallo und Mayson Grothe. Neben diesen sieben Talenten haben neun weitere Spieler eine Vergangenheit in der Hertha-Jugend. Der „Berliner Weg“ mit vielen Eigengewächsen, den Herthas verstorbener Ex-Präsident Kay Bernstein ausgerufen hatte, er war selten so sichtbar wie in diesem Sommer.

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