Sie drehte Serien wie „Push“ oder Kinofilme wie jetzt „Die Ältern“. Ob ihr Plan aufgegangen ist? „Wie das Leben so ist, hat es mir andere Dinge angeboten, als ich mir ausgedacht hatte und ich bin sehr happy damit.“ Es sei „toll“, sich ausprobieren zu können, neue Dinge zu entdecken.

„Zum Beispiel hat mich das Theater wieder gepackt. Ich spiele an der Schaubühne Berlin und werde in Düsseldorf am Schauspielhaus dieses Jahr eine Premiere feiern und bin sehr sehr glücklich darüber.“ Einen Karriereplan am Reißbrett gibt es im Schauspielgeschäft nicht – und wer dem größten deutschen Krimiformat den Rücken kehrt, muss Mut und Geduld haben. Letzteres gilt besonders bei Frauen über 50.

Einerseits gelten sie als „angekommen“, andererseits werden sie gesellschaftlich unsichtbarer. Spürt Anna Schudt diesen Widerspruch? „Da gebe ich Ihnen recht, das ist ein merkwürdiger Prozess. Ich habe noch keine Lösung dafür gefunden, allerdings fühle ich mich auch nicht unsichtbar. Aber allein, dass es so wenig Rollen für dieses Alter bei Frauen gibt, ist komisch. Und dafür, dass Frauen in ihren 50ern unglaublich in Bewegung sind, sich oft nochmal neu erfinden, in eine ganz neue Lebensphase eintreten, ist dieses „angekommen“ alles andere als die richtige Beschreibung.“

Ein wenig wirkt es, als habe Anna Schudt in dieser Hinsicht viel mit ihrer neuesten Filmrolle gemeinsam. Auch Sara löst sich in „Die Ältern“ von ihrem eingerosteten Ehemann Hannes und wirkt alles andere als „angekommen“. Womöglich gilt das nicht nur für den Film, sondern generell für Anna Schudt: eine Schauspielerin auf Reisen – durch Genres, Filmprojekte und immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.

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