Nach Vorwürfen im Trainingsbetrieb
DFB sperrt Ex-Union-Coach Härtel
13.10.2026 – 03:42 UhrLesedauer: 1 Min.
Wegen dreier Fälle diskriminierenden Verhaltens hat das DFB-Sportgericht ein Funktionsverbot verhängt. Härtel hatte sein Amt bei Union Berlin bereits niedergelegt.
Das DFB-Sportgericht hat den Ex-U19-Trainer von Union Berlin, Jens Härtel. mit einem zwölfwöchigen Funktionsverbot belegt. Grund sind drei Fälle diskriminierenden unsportlichen Verhaltens, wie der DFB mitteilte.
Acht Wochen muss Härtel sofort verbüßen. „Der Strafrest von vier Wochen wird für die Dauer von einem Jahr zur Bewährung ausgesetzt“, hieß es in der DFB-Mitteilung. Der DFB legte Härtel zudem auf, an einem Konflikt- und Deeskalationstraining der zentralen Anlaufstelle für Gewalt-, Diskriminierungs- und Extremismusfälle oder einer vergleichbaren Institution teilzunehmen.
Härtel lässt Trainer-Beruf ruhen, um persönliches Aufzuarbeiten
Laut einer Clubmitteilung von Union Berlin gab Härtel an, Fehler gemacht zu haben, und bat um Entschuldigung. Er habe den Verein darüber informiert, den Trainerberuf bis auf Weiteres nicht auszuüben und die Zeit zur persönlichen Aufarbeitung zu nutzen, hieß es in der Mitteilung.
Härtel hatte sein Amt als U19-Trainer beim Bundesligisten 1. FC Union Berlin noch vor dem Urteil niedergelegt. Anlass war ein Strafantrag des DFB-Kontrollausschusses wegen des Vorwurfs diskriminierender Äußerungen im Trainingsbetrieb, wie Union Berlin mitteilte.
Anonymes Schreiben an Union Berin
Härtel hatte zuvor in der 2. Bundesliga den 1. FC Magdeburg, Hansa Rostock und Eintracht Braunschweig sowie zuletzt den FC Erzgebirge Aue in der 3. Liga trainiert.
Ausgangspunkt des Verfahrens war ein anonymes Schreiben an den 1. FC Union Berlin, in dem Diskriminierungsvorwürfe gegen Härtel erhoben worden waren. Eine Meldung eines persönlich Betroffenen über die angebotenen internen und externen Anlaufstellen beim Club habe es nicht gegeben, hieß es in der Clubmitteilung.