Nationalspieler in der Kritik

DFB-Profi: Aussagen lassen aufhorchen


02.04.2026 – 10:54 UhrLesedauer: 2 Min.

Nick Woltemade: Gegen die Schweiz und Ghana blieb er ohne Tor für die DFB-Elf. (Quelle: IMAGO/Maximilian Koch/imago-images-bilder)

Der DFB-Stürmer wartet auf Vereinsebene seit Wochen schon auf sein nächstes Erfolgserlebnis – und sieht sich immer wieder Angriffen ausgesetzt. Nun hat er reagiert.

Seit dem 20. Dezember wartet Nick Woltemade auf ein Premier-League-Tor für Newcastle United. Dabei hatte der deutsche Nationalspieler einen starken Start in die Saison mit fünf Toren in seinen ersten acht Pflichtspielen – traf danach aber in wettbewerbsübergreifend 37 Partien nur noch fünf weitere Mal für die „Magpies.“. Nicht ohne Grund wird der Angreifer, der im vergangenen Sommer für 75 Millionen Euro vom VfB Stuttgart nach Newcastle gewechselt war, zunehmend kritisiert.

Nun aber hat sich der 24-Jährige deutlich gewehrt. „Ärgern ist vielleicht zu viel gesagt, aber es stört mich schon“, sagte Woltemade im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ über die Kritik an seinen Auftritten. Und erklärte weiter: „Ich spiele im Moment halb links oder halb rechts in einem Fünfermittelfeld und würde gerne nach diesem Profil beurteilt werden.“ Mehr noch: „Wenn mir jemand eine Formkrise unterstellt, würde ich einfach mal behaupten, dass derjenige nicht viele Spiele von Newcastle United sieht.“

Für ihn sei das „immer noch ein normaler Prozess.“ Er verstehe zwar: „Natürlich könnte man von außen draufschauen und sagen: Der hat im neuen Jahr erst ein Tor geschossen (beim 3:1 in der 4. Runde des FA Cups bei Aston Villa, Anm. d. Red.), was ist denn mit dem los?“ Jedoch: „Aber wer sich wirklich mit meinen Spielen befasst, der weiß auch, warum das so ist.“

Woltemade erklärte dazu, wie ihn Newcastle-Trainer Eddie Howe aktuell einsetzt: „Im Spiel gegen Chelsea kürzlich habe ich im Mittelfeld eine Art Manndeckung gegen Cole Palmer gespielt, und der ist ein offensiver Zehner. Da kann man sich vorstellen, in welchen Räumen ich auf dem Feld unterwegs war.“ Und weiter: „Ich weiß, dass man mich mit Toren verbindet, aber man kann die Torquote eines Stürmers ja nicht mit der eines Mittelfeldspielers vergleichen, der 50, 60, 70 Meter vom gegnerischen Tor entfernt spielt.“ Er sei „im Moment ein komplett anderer Nick Woltemade, als ich das zu Saisonbeginn war. Im Moment müsste man mich eher danach bewerten, wie ich meine Zweikämpfe führe oder die Räume sichere.“

Er sei allerdings „völlig entspannt, ich finde es gar nicht schlecht, mein Repertoire zu erweitern.“ Er sei „überzeugt, dass es mich auf Dauer stärker macht, wenn ich auch mit solchen Phasen umzugehen lerne.“

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