„Eine große Gefahr“
DFB-Schiri-Experte warnt vor WM-Regeln im Liga-Alltag
14.07.2026 – 17:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Bei der WM werden einige neue Regeln getestet. DFB-Lehrwart Lutz Wagner sieht dabei eine Gefahr, die den Fußball an der Basis grundlegend verändern könnte.
DFB-Lehrwart Lutz Wagner sieht in den bei der WM eingeführten Regeländerungen „eine große Gefahr“. Der 63-Jährige warnt vor allem vor den Folgen für den Amateurfußball – und fordert, Abweichungen so gering wie möglich zu halten.
In einem Interview bei „sportschau.de“ erklärte der frühere Bundesliga-Referee: „Der Fußball muss für den Fan verständlich sein. Der, der den Fußball an der Basis spielt, muss wissen: Er spielt den gleichen Fußball wie in der Bundesliga oder bei der WM.“ Und weiter: „Man muss die Änderungen und die Abweichungen so gering wie möglich halten, um dem Fan den Fußball so einheitlich wie möglich zu präsentieren.“
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Einige der neuen Maßnahmen bewertet Wagner positiv. Schnellere Wechsel und die Regel, dass ein behandelter Spieler erst eine Minute nach Verlassen des Platzes zurückkehren darf, hätten das Zeitspiel reduziert. Letzteres soll verhindern, dass Spieler Verletzungen vortäuschen. Wagner: „Das Verhalten der Spieler hat sich verändert. Die Spieler bleiben nicht mehr so lange liegen und bei Auswechslungen wird sich beeilt. Das hat wirklich gefruchtet.“

Gleichzeitig sieht er Schiedsrichter im Alltag vor wachsenden Herausforderungen. Wagner: „Bei der WM geht das wunderbar, aber im Anschluss muss es dann aber auch bis an die Basis umgesetzt werden. Doch was soll der Schiedsrichter in der Kreisliga noch alles tun? Er muss jetzt ständig runterzählen, Countdowns anzeigen, und, und, und.“ Die Belastung für Schiedsrichter sei dadurch nochmals höher geworden.
Bei den erweiterten VAR-Eingriffsmöglichkeiten – etwa bei Gelben Karten und Eckstößen – werde man „nicht alles davon“ im Ligaalltag sehen. Die Fifa habe beim Videoassistenten einen Großteil dieser Optionen im freiwilligen Bereich belassen, erklärte Wagner. „Da müssen dann die Verbände wie der DFB oder die Uefa entscheiden, ob sie das übernehmen oder nicht. Der DFB wird das im Anschluss an die WM umgehend festlegen.“










