„Leopard 2“-Hersteller
Deutschland und Frankreich einigen sich bei Panzerbauer KNDS
22.06.2026 – 10:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Der deutsch-französische Rüstungskonzern gehört künftig zu je 40 Prozent Deutschland und Frankreich. Nun gab es eine Einigung.
Deutschland und Frankreich haben eine Einigung zur Beteiligung des Bundes an dem deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS erzielt. Beide Staaten sollen nach dem Börsengang von KNDS je 40 Prozent an dem Panzerbauer halten.
„Mit dieser Beteiligung beabsichtigt die Bundesregierung, den Interessen des Bundes angesichts der Bedeutung des Unternehmens Rechnung zu tragen“, erklärte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Montag. „Eine Beteiligung Deutschlands an KNDS wird den langfristigen Einfluss auf ein für die europäische Sicherheits- und Verteidigungsfähigkeit strategisch bedeutendes Unternehmen sichern.“ Es gehe darum, bei KNDS auf Augenhöhe mit Frankreich zu sein. Zudem sichere Deutschland damit die Produktion des „Leopard 2“-Herstellers im Land und die eigenen Sicherheitsinteressen ab.
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Der Elysée-Palast teilte am Montag in Paris mit, beide Staaten machten damit einen „entscheidenden Schritt zur Stärkung ihrer gemeinsamen Souveränität“ im Verteidigungsbereich. Der Haushaltsausschuss des Bundestags, der am Mittwoch letztmals vor der Sommerpause tagt, muss dem Einstieg noch zustimmen.
Die Nachrichtenagentur Reuters hatte am Sonntagabend erfahren, dass sich der Bund mit den in der Wegmann-Holding zusammengeschlossenen Eigentümer-Familien, die 50 Prozent an KNDS halten, auf die Übernahme von 40 Prozent der Anteile geeinigt hat. Jeweils zehn Prozent aus dem Besitz der Familien und des französischen Staates sollen an die Börse gebracht werden.
„Die Bundesregierung beabsichtigt, den Umfang der Beteiligung – unter Beibehaltung gleicher Governance-Rechte im Unternehmen wie Frankreich – später wieder zu reduzieren“, sagte Kornelius. Frankreich hatte dagegen erklärt, bis auf Weiteres an einer Beteiligung von 40 Prozent festzuhalten.










