„Es war mir schon bewusst, dass vier Nationen um drei Positionen kämpfen. Von dem her war sehr viel Druck drauf“, erinnerte sich Preuß nach dem Rennen in der Mixed Zone. „Nach drei Schüssen habe ich gehört, dass die Lisa (Vitozzi, Anm. d. Red.) schon fertig ist, weil das Publikum laut wurde. Dann habe ich es nicht geschafft, die Gedanken zu sortieren und es wurde immer wackliger. Das war eine Challenge. Der letzte Schuss war ein glücklicher.“ Dabei nahm sie auch wahr, welche Probleme Kirkeeide hatte. „Ich habe gemerkt, dass neben mir noch viele schwarze Scheiben stehen, das hat mir Gelassenheit gegeben“, so Preuß.
Die Bronzemedaille war für das deutsche Team eine große Erleichterung, schließlich zählte das DSV-Quartett nicht zu den Favoriten. „Wir sind mit Startnummer 9 ins Rennen gegangen, das sagt schon etwas aus“, sagte Franziska Preuß. Mit Deutschland hatten nur wenige gerechnet. In den zwei bisherigen Mixed-Staffeln im Weltcup gab es einen achten und einen elften Platz. „Das ist mit der härteste Wettbewerb, um eine Medaille zu gewinnen, weil es einfach so viele starke Teams gibt.“
Dass es am Ende Bronze wurde, war für Vanessa Voigt „unfassbar schön“. Die Biathletin kämpfte immer wieder mit den Tränen. „Mir fehlen gerade echt die Worte, ich bin superstolz“, sagte sie.
„Mit so einer frühen Medaille zu starten, war für uns unglaublich wichtig, weil es mit einem Team was macht“, erklärte DSV-Sportdirektor Felix Bitterling. „Die Dinge fallen dann relativ natürlich ineinander. Das ist ein Riesentag für uns.“
Bronze in der Mixed-Staffel soll aber nicht die letzte Medaille gewesen sein, sagte Bitterling, dem in seiner Karriere als Sportdirektor noch olympisches Edelmetall in der Sammlung gefehlt hatte. „Das Gefühl gefällt mir, ich möchte gerne noch ein paar gewinnen.“ Die nächste Chance gibt es am Dienstag, wenn das Einzel der Herren ansteht.








