TV-Interview mit Tränen in den Augen
Deutscher Sprint-Star wird erneut emotional
11.08.2026 – 13:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Am Montagabend verpasste Gina Lückenkemper das EM-Finale über die 100 Meter. Anschließend verdrückte sie dennoch Tränen der Freude, wie sie sagte. Auch am Tag danach zeigte sie sich bewegt.
Ihr Traum vom vierten EM-Finale über 100 Meter in Folge platze für Gina Lückenkemper am Montagabend in Birmingham jäh. Mit 11,28 Sekunden belegte sie im Halbfinallauf nur Rang fünf, der das Aus bedeutete. Im Anschluss verdrückte die 29-Jährige im ARD-Interview trotz des Ausscheidens „Tränen des Glücks“, wie sie selbst sagte.
Denn: Im Juni wurde Lückenkemper am Hinterkopf von einer Zecke gebissen. Nach eigenen Angaben litt sie danach an Problemen mit dem Nervensystem, musste Trainingspausen einlegen und war nicht sicher, ob sie bei der EM überhaupt an den Start gehen kann.
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Und so war sie auch am Tag nach ihrem Lauf noch bewegt. Im Interview mit dem ZDF im Stadion von Birmingham blickte Lückenkemper noch einmal auf ihre schwierige Saison und ihre Erkrankung zurück, bei der ihr Gleichgewichtssystem „den größten Treffer davongetragen“ habe.
Lückenkemper nach Zeckenbiss „ein bisschen orientierungslos“
Lückenkemper erklärte, was das für ihr Rennen bedeutete: „Aus der tiefen Startposition bin ich ein bisschen orientierungslos, das wird im Rennverlauf besser und sobald ich aufrecht bin, ist auch alles gut. Es wird immer besser, es braucht aber etwas mehr Zeit. Nur für die EM hatten wir leider einfach nicht mehr Zeit. Ich denke, dass wir das Bestmögliche herausgeholt haben.“
Auf die Frage, ob nach dem Rennen etwas von ihr abgefallen sei, wurde Lückenkemper emotional, hatte Tränen in den Augen und sagte mit stockender Stimme: „Definitiv. Ich war mir nicht sicher, ob ich hier bei der EM überhaupt stehen kann. Es war echt nicht einfach dieses Jahr und ich glaube, ich kann einfach nur dankbar sein, dass ich es am Ende trotzdem geschafft habe, dass ich hier stehen konnte.“
Lückenkemper weiter: „Ich habe es gestern schon einmal gesagt: So einen EM-Startplatz schenkt einem keiner, den muss man sich hart erarbeiten. Und das habe ich gemacht, ich habe die Arbeit geliefert, um hier stehen zu können und das war gestern etwas Besonderes.“











