150.000 Dollar Belohnung
Deutscher landet auf FBI-Liste der meistgesuchten Betrüger
03.09.2026 – 23:53 UhrLesedauer: 2 Min.
Das FBI sucht einen deutschen Staatsbürger, der auf der Flucht ist. Er wurde wegen Betrugs verurteilt.
Die amerikanische Bundespolizei FBI fahndet nach einem Deutschen: Bernhard Eugen Fritsch wird Betrug vorgeworfen. Er soll auch den Alias Charles Wiest verwenden. Das FBI setzte ihn auf die Liste der meistgesuchten Betrüger in den USA. Für Hinweise, die zu seiner Verhaftung führen, wird eine Belohnung von 150.000 Dollar ausgelobt.
Fritsch wurde vorgeworfen, Investoren betrogen zu haben, die er für seine Firma Starclub Inc. gewonnen hatte. Es geht um einen Schaden von 20 Millionen US-Dollar (etwa 17,2 Millionen Euro), der zwischen Januar 2014 und August 2017 entstand. Starclub hatte nach eigenen Angaben eine Software entwickelt, mit der Prominente und Influencer ihre Markenkampagnen zu Geld machen können.

Wie das FBI auf seiner „Most Wanted“-Webseite schreibt, habe der 65-jährige Fritsch angegeben, Verträge mit großen Medienunternehmen zu haben. Ihm wurde vorgeworfen, die Finanzen der Firma geschönt zu haben, um Investoren anzulocken. Insgesamt soll er 35 Millionen US-Dollar eingesammelt haben.
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Flucht nach Mexiko
Laut FBI habe Fritsch mindestens 7,3 Millionen Dollar (etwa 6,2 Millionen Euro) aus den Investments für private Zwecke verwendet, unter anderem, um sein Haus abzubezahlen und teure Autos zu kaufen. Im April 2025 wurde Fritsch von einem Gericht in Kalifornien bereits des Betrugs schuldig gesprochen.
Kurze Zeit später, im Juni 2025, sei Fritsch nach Mexiko geflohen, in den Bundesstaat Sinaloa. Am 3. Juni wurde ein Haftbefehl in den USA ausgestellt, weil er nicht zu einer Anhörung zu einer Kaution gekommen war. Im September nahmen ihn mexikanische Behörden kurzzeitig fest, so das FBI, weil er eine falsche Identität verwendet hatte. Ihm wurde auferlegt, bei der Einwanderungsbehörde vorzusprechen – dem kam er offenbar nicht nach. Wie das FBI ermittelte, floh er stattdessen nach München. Am 6. Oktober 2025 wurde er in den USA in Abwesenheit zu 15 Jahre Gefängnis und einer Geldstrafe in Höhe von 35.000 US-Dollar verurteilt. Er muss außerdem 26,8 Millionen US-Dollar zurückzahlen.
Das FBI vermutet, dass Fritsch sich weiterhin in Deutschland aufhält. Artikel 16 Absatz 2 des Grundgesetzes verbietet die Auslieferung von Deutschen an das Ausland. Ihm könnte aber auch hier ein Verfahren drohen.