„Mit gutem Beispiel vorangehen“
Krisen-Bonus für Beamte? Verband stellt Forderung an Regierung
15.04.2026 – 13:41 UhrLesedauer: 1 Min.
Unternehmen sollen ihren Angestellten einen steuerfreien Einmalbonus auszahlen können. Der dbb sieht den Staat in einer Vorbildfunktion.
Mit Blick auf geplante steuerfreie Krisen-Boni für Arbeitnehmer fordert der Deutsche Beamtenbund eine schnelle Umsetzung auch für den öffentlichen Dienst. „Wenn die Bundesregierung hier die Unternehmen in die Pflicht nimmt, muss der Staat als Arbeitgeber mit gutem Beispiel vorangehen“, sagte der dbb-Bundesvorsitzende Volker Geyer. Er gehe davon aus, dass Bund, Länder und Gemeinden die Boni unmittelbar auf den Weg brächten, sobald das möglich sei.
„Klar muss auch sein, dass es sich hier um eine zusätzliche Zahlung handelt und der Betrag nicht mit anderen Tarif- oder Besoldungserhöhungen verrechnet werden darf“, machte Geyer deutlich.
Nach den jüngsten Zahlen waren zuletzt 5,4 Millionen Menschen in Deutschland im öffentlichen Dienst beschäftigt (Juni 2024) – laut Statistischem Bundesamt knapp zwölf Prozent aller Erwerbstätigen. Ob sie alle den Bonus bekommen, sei „noch nicht entschieden“, hieß es aus dem Finanzministerium auf „Bild“-Anfrage, wie die Zeitung berichtete.
Die schwarz-rote Koalition will auf die hohen Energiepreise infolge des Iran-Kriegs mit vorübergehenden Steuersenkungen für Autofahrer reagieren. Zudem wollen Union und SPD es den Arbeitgebern ermöglichen, Krisen-Boni von bis zu 1.000 Euro steuer- und abgabenfrei an ihre Beschäftigten zu zahlen.
