Vor den Augen ihrer Kinder

Deutsche Touristin im Oster-Urlaub von Balkon erschlagen


06.04.2026 – 11:35 UhrLesedauer: 2 Min.

Griechenlandfahne (Symbolbild): Die Familie war in Korinth. (Quelle: Soeren Stache/dpa/dpa)

Eine Familie macht über Ostern Urlaub in Griechenland, die Kinder sind vier, sieben und zehn Jahre alt. Nach dem Besuch eines Lokals passiert es.

Eine deutsche Urlauberin ist in Griechenland von einem herabstürzenden Balkon getroffen worden. Wie unter anderem der griechische Rundfunk berichtete, wurde die 43-Jährige von Trümmerteilen begraben. Sie starb noch auf dem Weg ins Krankenhaus.

Das Unglück geschah in der Hafenstadt Korinth. Die Frau war mit ihrer Familie in den Osterferien nach Griechenland gereist. Am Samstagnachmittag besuchte die Familie ein Lokal im Stadtteil Kalamia, auf dem Weg zurück zum Auto kam das Paar mit drei Kindern im Alter von vier, sieben und zehn Jahren an einem seit Jahren leer stehenden Haus vorbei. Den Berichten zufolge wurde es gerade renoviert – allerdings, ohne dass die Baustelle gesichert war.

Weder gab es Absperrungen noch Schilder, die auf die Gefahr hinwiesen. Es waren auch keine Netze gespannt, die herabstürzenden Schutt hätten aufhalten können.

Die Frau wurde von Trümmern und Baumaterialien getroffen. Ihr ältestes Kind erlitt eine Kopfverletzung, ist aber nicht in Lebensgefahr. Die anderen beiden Kinder und der Mann blieben unverletzt. Sie hätten einen „Schutzengel“ gehabt, erklärte der Präsident des Verbands der Mitarbeiter staatlicher Krankenhäuser.

Der Bauunternehmer, der in den vergangenen Tagen mit der Renovierung des Gebäudes beauftragt war, sowie der zuständige Ingenieur wurden festgenommen. Der Eigentümer, der das Haus erst vor Kurzem erworben haben soll, wird gesucht, wie unter anderem CNN Greece berichtete. Die zuständigen Behörden sind dabei, die genaue Ursache des Unglücks zu ermitteln.

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