Isar Aerospace
Deutsche „Spectrum“-Rakete bleibt erneut am Boden
09.04.2026 – 21:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Der nächste Testflug des deutschen Raketen-Start-ups Isar Aerospace ist abgebrochen worden. Diesmal gab es ein technisches Problem.
Die deutsche Weltraumfirma Isar Aerospace ist erneut mit einem Raketenstart gescheitert. Der Start sei abgebrochen worden, nachdem ein Leck in einem Druckbehälter entdeckt wurde, teilte das Startup am Abend mit. „Es steht außer Frage, dass wir die Erdumlaufbahn erreichen und einen zuverlässigen Zugang zum Weltraum beweisen werden“, erklärte Aerospace-Chef Daniel Metzler.
„Startabbrüche gehören zur Raketenindustrie, jedes erfolgreiche Raumfahrtunternehmen hat das schon erlebt. Jeder Versuch liefert uns auf unserem Weg in den Orbit wertvolle Erfahrungen und Erkenntnisse.“ Er versprach: „Wir werden bald wieder startbereit auf der Startrampe stehen.“
Der Start der Trägerrakete „Spectrum“ vom Weltraumbahnhof im norwegischen Andoya war mehrmals wegen technischer Probleme abgebrochen worden. Auch zuvor waren mehrere Versuche gescheitert, jüngst, weil ein norwegischer Fischer mit seinem Boot die Sicherheitszone nicht rechtzeitig verlassen hatte. Beim ersten Testflug vor rund einem Jahr war die Rakete kurz nach dem Start abgestürzt.
Auf der „Spectrum“-Rakete ruhen große Hoffnungen. Sie soll nach der Serienreife zivile und militärische Satelliten in erdnahe Umlaufbahnen wenige hundert Kilometer über dem Erdboden bringen. Nach Worten von Metzler ist das Unternehmen jetzt schon bis zum Jahr 2028 ausgebucht, obwohl die Rakete nicht serienreif ist.
Die europäischen Staaten wollen sich von außereuropäischen Weltraumfirmen wie SpaceX des umstrittenen Milliardärs Elon Musk unabhängiger machen. Dies sei auch aus sicherheitspolitischen Erwägungen wichtig, betonte Bundeskanzler Friedrich Merz bei seinem Besuch in Andoya im vergangenen Monat.










