Abdullah Tayyab aus Pakistan arbeitet als IT-Projektmanager in Bayern.

„Die Unterschiede in der Art und Weise, wie in Pakistan und Deutschland gestritten wird, fiel mir zum ersten Mal auf, als ich in München Student war. In unserer WG bin ich einmal aus einer Diskussion gestürmt und habe mich lautstark beschwert, weil mich ein Streit mit einem deutschen Mitbewohner so aufgeregt hat. Ihn störte das nicht sonderlich, aber er war überrascht, dass ich die Diskussion nicht einfach weiterführen konnte.“

Ich musste mich daran gewöhnen, dass Deutsche selten ihre Stimme erheben, selbst wenn sie streiten. Was ich jedoch unangenehm finde, ist, wie direkt Menschen sein können. Es ist völlig in Ordnung, sich zum Beispiel auf Verbesserungen am Arbeitsplatz zu konzentrieren. Aber manchmal würde ein entspannterer Ansatz helfen, Spannungen von vornherein zu verhindern. Gleichzeitig fällt es den Deutschen auch leicht zu sagen: Wir sind uns einig, wenn wir anderer Meinung sind. Ich schätze diese entspannte Einstellung sehr.“

Share.
Exit mobile version