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Home » Deutsche sehen wenig Einfluss von Berlin im Nahost-Konflikt
Politik

Deutsche sehen wenig Einfluss von Berlin im Nahost-Konflikt

MitarbeiterBy MitarbeiterApril 15, 2026
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Deutsche sehen wenig Einfluss von Berlin im Nahost-Konflikt

Iran-Krieg

Deutsche sehen wenig Einfluss von Berlin im Nahost-Konflikt

Aktualisiert am 15.04.2026 – 05:00 UhrLesedauer: 3 Min.

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Wenige Tage nach Beginn des Iran-Kriegs war Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu einem bereits vor Kriegsausbruch geplanten Besuch im Weißen Haus. (Archivfoto) (Quelle: Kay Nietfeld/dpa/dpa-bilder)

USA, Israel, Iran, Libanon – eine Mehrheit der Deutschen hält die Rolle der Bundesregierung bei den Gesprächen für marginal. Dabei betreffen Fluchtbewegungen in dieser Region meist auch Deutschland.

Mehr als drei von vier Deutschen glauben nicht, dass die Bundesregierung aktuell einen substanziellen Beitrag zur Befriedung der explosiven Lage im Nahen Osten leistet. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur.

Auf die Frage „Wie stark, wenn überhaupt, ist Ihrer Meinung nach der Einfluss der deutschen Bundesregierung auf die internationalen Bemühungen zu Friedensgesprächen im Krieg zwischen den USA und dem Iran im Nahen Osten?“ antworteten 42 Prozent der Teilnehmer mit „überhaupt nicht stark“. 35 Prozent der Wahlberechtigten schätzen den Einfluss laut Umfrage „eher nicht stark“ ein.

Lediglich sieben Prozent der erwachsenen Bundesbürger halten den Einfluss der Regierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU) auf die Verhandlungen für eher stark. Einen sehr starken Einfluss sehen sogar nur zwei Prozent der Menschen, die sich zwischen Freitag und Montag an der Umfrage beteiligten. 14 Prozent der Befragten trauten sich hier kein Urteil zu.

Waffenruhe bis zum 22. April

Der jüngste Krieg begann am 28. Februar mit massiven Luftangriffen der USA und Israel auf iranische Ziele, bei denen auch Revolutionsführer Ali Chamenei getötet wurde. Der Iran, flankiert von der schiitischen Hisbollah-Miliz im Libanon, reagierte mit Gegenangriffen. Neben Zielen in Israel wurden auch US-Militärstützpunkte sowie weitere Ziele in arabischen Golfstaaten getroffen.

Aktuell gilt eine zweiwöchige Waffenruhe bis zum 22. April. Über eine dauerhafte Lösung wird zwischen den USA und Israel unter Vermittlung Pakistans verhandelt – allerdings noch ohne Ergebnis. Israel fühlt sich, was seine Luftangriffe und Bodentruppen im Libanon angeht, nicht an die Waffenruhe gebunden. Die Hisbollah feuert weiter Raketen auf Israel ab.

Viele Deutsche sind momentan etwas ratlos, was Möglichkeiten, die Kriegsparteien zum Einlenken zu bringen, betrifft. Fast jeder Zweite (46 Prozent) antwortete auf die Frage, auf welchen Akteur die Bundesregierung und die EU versuchen sollten mehr Druck auszuüben, um eine erneute Eskalation zu vermeiden, mit „Weiß nicht“. Jeweils 19 Prozent der Befragten sprach sich für Druck auf Israel und die USA aus, während 12 Prozent mehr Druck auf den Iran für sinnvoll halten. Nur jeweils ein Prozent der Teilnehmer der Umfrage hält mehr Druck auf die arabischen Golfstaaten, den Libanon, einen anderen Staat oder die palästinensische Autonomiebehörde für zielführend.

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