Coup in Hongkong

Sensations-Gold: Deutsche Fechterin überrascht bei WM


26.07.2026 – 15:58 UhrLesedauer: 2 Min.

Treffsicher: Larissa Eifler (r.) bei der WM in Hongkong. (Quelle: Tyrone Siu/reuters)

Larissa Eifler krönt ihre historische Leistung bei den Weltmeisterschaften – und beendet damit auch eine lange deutsche Durststrecke im Sport.

Säbelfechterin Larissa Eifler hat sensationell Gold bei den Weltmeisterschaften in Hongkong gewonnen. Die 27-Jährige bejubelte bei den Titelkämpfen in Asien durch ein 15:10 im Finale gegen die Französin Sara Balzer den größten Erfolg ihrer Karriere und beendete für den Deutschen Fechter-Bund eine lange Durststrecke. „Ich habe versucht, es einfach zu genießen und die ganze Zeit positiv zu bleiben“, sagte Eifler nach ihrem Coup.

Das letzte deutsche WM-Gold gab es im Jahr 2014 im russischen Kasan für die Säbelmänner im Team, das letzte Einzel-Gold bei einer WM gewann 2010 Florettfechter Peter Joppich. Die letzte Medaille holte 2022 Degenfechterin Alexandra Ndolo, die anschließend für Kenia – das Geburtsland ihres Vaters – startete. Sie bejubelte damals Silber im Einzel.

Auch ein 1:6-Rückstand machte Eifler nichts aus

Der WM-Triumph von Eifler, die in der Weltrangliste nicht unter den ersten 30 platziert ist, ist eine riesengroße Überraschung. Und sie hatte es nicht einfach: Auf dem Weg zu ihrem Titelgewinn bezwang sie unter anderem Olympiasiegerin Manon Apithy aus Frankreich im Achtelfinale. Im Gefecht um Gold gegen Apithys Teamkollegin Balzer zeigte Eifler wie im gesamten Turnierverlauf eine starke Leistung und ließ sich auch von einem frühen 1:6-Rückstand nicht beeindrucken.

Für das deutsche Fechten ist der Erfolg Eiflers indes Balsam für die Seele. Bei Olympischen Spielen ging der Verband 2016 in Rio de Janeiro, 2021 in Tokio und auch vor zwei Jahren in Paris leer aus. Bei den Sommerspielen in der französischen Hauptstadt gehörten gerade einmal zwei Sportler zum Aufgebot.

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