Aus dem Jahr 1930

Deutsche Bahn sprengt Hamburger 540-Tonnen-Brücke

25.07.2026 – 16:59 UhrLesedauer: 1 Min.

Eine Staubwolke steigt in der Nähe des S-Bahnhofs Diebsteich auf: Die Sprengung des Kreuzungsbauwerks Langenfelde ist Teil der Arbeiten zur Verlegung des Fernbahnhofs Altona an den Diebsteich. (Quelle: Marcus Golejewski/dpa)

Eine fast 100 Jahre alte Eisenbahnbrücke nahe der S-Bahnstation Diebsteich existiert nicht mehr. Die Sprengung am Samstagnachmittag ist Teil eines der größten Bahnprojekte der Stadt.

Die Deutsche Bahn hat am Samstagnachmittag in Hamburg-Altona eine Eisenbahnbrücke gesprengt. Nach Angaben des Bahn-Projektleiters verlief alles nach Plan.

Das sogenannte Kreuzungsbauwerk Langenfelde stand seit 1930. Gut 100 Meter lang, 10 Meter breit und rund 540 Tonnen schwer – die Brücke nahe der S-Bahnstation Diebsteich trug zwei Fern- und Regionalbahngleise, während fünf weitere Gleise darunter verliefen.

Warum die Brücke weichen musste

Die Sprengung ist Teil eines größeren Vorhabens: Die Deutsche Bahn verlegt den Fernbahnhof Altona an den Standort Diebsteich. Für die neue Gleisführung brauchte die Bahn den Platz, den das alte Bauwerk einnahm.

Friedhof und S-Bahn betroffen

Vor der Sprengung hatten die Einsatzkräfte den Bereich weiträumig abgesperrt. Der S-Bahnverkehr wurde unterbrochen, wie die Bahn mitteilte. Auch der Friedhof Diebsteich blieb am Samstag aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Die Brücke wurde mittels sogenannter Schneidladungen zum Einsturz gebracht – einer Technik, bei der Sprengstoff gezielt an tragenden Elementen wie den Brückenstützen angebracht wird, um das Bauwerk kontrolliert zusammenfallen zu lassen.

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