„Keine lebenden Accessoires“

Deutliche Kritik an Auftritt von Heidi Klum vor dem Oktoberfest


Aktualisiert am 18.09.2026 – 14:25 UhrLesedauer: 2 Min.

Tom Kaulitz, Heidi Klum und Hund Fritz beim Heidifest (Archivfoto): Der Auftritt vor den Fotografen wurde im Netz und von Tierrechtsaktivisten kritisiert.

Tom Kaulitz, Heidi Klum und Hund Fritz beim Heidifest (Archivfoto): Der Auftritt vor den Fotografen wurde im Netz und von Tierrechtsaktivisten kritisiert. (Quelle: Apress International/imago)

Im Hofbräuhaus lud Heidi Klum zur großen Party vor der Wiesn. Ein Detail ihres Auftritts hat Debatten ausgelöst. Nun äußert sich auch eine Tierrechtsorganisation.

Mit deutlichen Worten hat sich die Tierrechtsorganisation Peta zum Auftritt von Heidi Klum und ihrem Hund Fritz beim „Heidifest“ (RTL) am Donnerstagabend geäußert. Der Vorwurf: Das Tier sei für die Inszenierung des Promi-Events instrumentalisiert und in eine Reizüberflutung gezwungen, die es psychisch belaste.

Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei Peta, sagte der Münchner Lokalredaktion von t-online am Freitag (18. September): „Aus tierpsychologischer Sicht sind laute Musik, Menschenmassen und das massive Blitzlichtgewitter genau die Art von Reizkulisse, die bei vielen Hunden Stress und Überforderung auslösen kann.“ Tiere verstünden in solchen Situationen nicht, warum sie sich hier gerade befänden, und hätten keine Möglichkeit zu entkommen, erklärte die Peta-Referentin t-online weiter.

„Heidifest“ bei RTL: Heidi Klum rechtfertigt sich für Auftritte mit Hund Fritz

Am Donnerstagabend hatte Klum ihren Yorkshire-Terrier-Mix Fritz mit auf den Grünen Teppich vor dem Münchner Hofbräuhaus gebracht, wo er dem Blitzlichtgewitter zahlreicher Promi-Fotografen ausgesetzt war – ein Bild, das bereits am Abend in den sozialen Medien Unmut ausgelöst hatte.

Unter einem Instagram-Beitrag zum Event hieß es etwa: „Ich mag Heidi, aber das mit dem Hund geht gar nicht.“ Ein anderer Nutzer forderte: „Das Ganze gehört verboten! Das hat nichts mit Tradition oder der Wiesn zu tun!“

Heidi Klum (Mitte) mit Tochter Leni und Hund Fritz (Archivfoto): Tierrechtsaktivisten sehen den Auftritt kritisch. (Quelle: IMAGO/imago)

Klum selbst hatte die sich im Netz ansammelnde Kritik an ihren öffentlichen Auftritten mit Fritz offenbar bereits erahnt. In einem Interview mit RTL-Moderatorin Frauke Ludowig hatte sie noch am Abend zum Gemütszustand ihres Hundes gesagt: „Viele sagen immer ‚der ganze Rummel‘ – aber der will nicht runter, der ist total gechillt einfach.“

Tierrechtlerin meint zum Klum-Auftritt: „Hunde sind keine Accessoires“

Bei Peta sieht man das dagegen anders: Unabhängig von Größe oder „Rasse“ bräuchten Hunde wie Fritz Sicherheit, Rückzugsmöglichkeiten und ein gewisses Maß an Kontrolle über ihre Umgebung, so die Peta-Fachreferentin. Veranstaltungen wie das „Heidifest“ seien allein auf menschliche Unterhaltung ausgerichtet.

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