Heimspiel gegen Ingolstadt
Darum trug der EHC Red Bull im Derby besondere Trikots
26.02.2026 – 09:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Im ersten DEL-Spiel nach der Olympia-Pause empfängt der EHC Red Bull München den ERC Ingolstadt – und das in ganz besonderen Trikots. Was dahinter steckt.
Der EHC Red Bull München meldet sich mit einem Sieg aus der vierwöchigen Olympia-Pause zurück, feiert am Mittwochabend einen 4:0-Sieg im bayerischen Derby gegen den ERC Ingolstadt. Auch wenn es am Ende deutlich ausgeht, ist es lange Zeit ausgeglichen. Im ausverkauften SAP Garden (10.796 Zuschauer) liefern sich beide Teams rund 54 Minuten ein Duell auf Augenhöhe, ehe die Gastgeber mit vier Treffern in nicht einmal sechs Minuten den Sack zumachen.
Auffällig dabei: Der EHC geht nicht in den gewohnten, dunkelblauen Trikots aufs Eis. Stattdessen tragen die Münchner zartes Hellblau. Das hat einen besonderen Hintergrund. Die Partie steht ganz im Zeichen des Wings for Life World Run, den Red Bull jährlich im Mai veranstaltet. Bei diesem gehen weltweit Hunderttausende für den guten Zweck an den Start, alle Einnahmen fließen in die Rückenmarksforschung. „Laufen, für die, die es nicht können“, lautet das Motto.
Neu ist der Wings-for-Life-Spieltag nicht. Rund um die vergangenen Ausgaben kamen nach Angaben des Vereins über 140.000 Euro zusammen. Wie viel Geld es diesmal war, ist noch nicht bekannt. Denn: Erst einmal werden die Game-Worn-Jerseys versteigert. Die Erlöse fließen in die Wings-for-Life-Stiftung. Fans können sich zudem seit Mittwoch Replicas kaufen. Preis: 79,95 Euro. Wer sich Namen und Nummer auf sein Trikot sticken lassen möchte, zahlt zehn Euro mehr.
Entworfen hat das Trikot die Münchner Künstlerin Katharina Bourjau. Das Design verbindet nicht nur die Welten von Wings for Life und Eishockey, sondern auch die beiden Standorte von Red Bull. So wird München durch die Frauenkirche sowie den SAP Garden und Salzburg durch die Festung Hohensalzburg auf dem Jersey abgebildet. Außerdem zu sehen: eine Läuferin und ein Rollstuhlfahrer sowie ein Eishockeyspieler.
Im DEL-Derby gegen Ingolstadt dauert es lange, bis der EHC den Bann brechen kann. Immer wieder scheitern die Münchner am glänzend aufgelegten Gäste-Goalie Devin Williams. Erst sechs Minuten vor dem Ende muss der 30-Jährige nach einem satten Schuss von Gabriel Fontaine hinter sich greifen. Auf den Ausgleich drängend nimmt Ingolstadts Coach Mark French kurz darauf seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis.
Das rächt sich postwendend. Mit zwei sogenannten Empty-Net-Goals (Treffer ins leere Tor) besiegeln Markus Eisenschmid und Yasin Ehliz binnen 30 Sekunden den Heimsieg der Red Bulls. Den Schlusspunkt setzt Tobias Rieder wenige Augenblicke vor der Schlusssirene. Torschütze Fontaine sagt anschließend: „Es war über 60 Minuten ein enges Spiel zwischen zwei guten Teams. Das war Playoff-Eishockey. Am Ende haben Kleinigkeiten den Unterschied ausgemacht.“