Die USA schicken Geheimdienstinformationen, ein Drogenboss wird getötet, eine Welle der Gewalt erfasst Mexiko. Die deutsche Botschaft fordert Urlauber auf, in Hotels zu bleiben. Wer war „El Mencho“ – und was kommt jetzt?
Hubschrauber in der Luft, Trucks mit Geschützen auf der Ladefläche in den Straßen, schwarze Rauchsäulen und Schüsse: In Mexiko explodiert die Gewalt, nachdem am Sonntag bei einem Militäreinsatz im Bundesstaat Jalisco der Drogenboss Nemesio Oseguera Cervantes alias „El Mencho“ getötet wurde.
Video | Drogenkartell verübt brutale Feuerrache
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Nachdem er einen ausgebrannten Bus gesehen habe, habe er sich ins Hotel zurückgezogen, sagte der Urlauber. Dort seien inzwischen die Lebensmittel aufgebraucht. Vom Dach aus habe er mit anderen Gästen verfolgt, wie etwa 20 kleinere Geschäfte in der Umgebung angezündet wurden. „Wir mussten mitansehen, wie diese wunderschöne, romantische Gegend in Rauch aufging.“
Die Dimensionen des Gewaltausbruchs sind enorm: Nicht einmal nach der Festnahme des berüchtigten Drogenbosses Joaquín Guzmán alias „El Chapo“, dem Anführer des Sinaloa-Kartells, war es zu vergleichbaren Vorfällen gekommen.
Karoline Leavitt, die Pressesprecherin von US-Präsident Donald Trump, bezeichnete „El Mencho“ nach seiner Tötung als „Top-Ziel“ der USA. Der Drogenboss sei „einer der größten Fentanyl-Schmuggler in unserem Land“ gewesen. Trump habe sein Kartell im vergangenen Jahr zu Recht als ausländische Terrororganisation eingestuft. Die USA hätten Mexiko nun mit Geheimdienstinformationen versorgt und so die Operation gegen „El Mencho“ unterstützt.











