Liegt in Franken
Mediterranes Flair im „bayerischen Nizza“
Aktualisiert am 10.03.2026 – 19:15 UhrLesedauer: 3 Min.
Ein Haus, das einer römischen Villa gleicht, ein pompöses Schloss und etliche Kneipen. Auch für Nürnberger lohnt sich ein Ausflug in diese unterfränkische Stadt.
Wenn die Sonne scheint, kann ein Spaziergang durch Aschaffenburg tatsächlich an eine Reise ans Mittelmeer erinnern. Nicht umsonst trägt die Stadt am Untermain den Namen „bayerisches Nizza“. Eine Beziehung, die auf Bayerns König Ludwig I. zurückgeht. Die Stadt liegt aber nicht in Südfrankreich, sondern (gerade noch so) in Franken.
Nürnberger erreichen Aschaffenburg mit dem ICE in anderthalb Stunden, mit dem Auto geht es in etwa genauso schnell. Wer mit dem Deutschlandticket unterwegs ist und Regionalzüge nimmt, braucht eine gute Stunde länger. So könnte ein Ausflugstag in Aschaffenburg aussehen.
Erster Stopp: Schloss Johannisburg, das Wahrzeichen der Stadt. Hoch über dem Main thronend, zählt der rote Sandsteinbau zu den bedeutendsten Renaissance-Schlössern Deutschlands. Von der Terrasse aus lässt sich der Fluss gut überblicken.
Jene, die ein wenig mehr Zeit mitgebracht haben, können auch das Museum im Inneren besichtigen. Zu sehen gibt es etwa eine Gemäldegalerie mit Werken von Lucas Cranach, die Schlosskapelle mit Renaissancealtar oder auch die Korkmodellsammlung antiker Bauten.
Wenige Schritte weiter, am Hochufer des Mains entlang, befindet sich das Pompejanum. Angeregt durch die Ausgrabungen in Pompeji, ließ König Ludwig I. von 1840 bis 1848 die Nachbildung eines römischen Wohnhauses errichten. Besucher sehen im Pompejanum echtes Mosaik, Wandmalereien und originalgetreue Architektur. Das Gefühl, in Nizza zu sein, kommt durch die Parkanlage zwischen Schloss und Popejanum bei schönem Wetter tatsächlich auf. Direkt am Pompejanum wachsen auch Feigenbäume und Oleander.
Ebenfalls empfehlenswert, besonders im Frühling, ist der Magnolienhain im Schöntal. Die Parkanlage dort erreichen Ausflügler vom Schloss aus nach einem rund 15-minütigen Spaziergang.
Rund 40 Magnolienbäume blühen hier in Weiß und Rosa um die Wette. Der Park verwandelt sich im Frühling in ein duftendes Farbenmeer und ist dann ein begehrtes Fotomotiv. Wer bei all den bunten Farben Lust auf eine Kugel Eis bekommt, der kann beispielsweise in der Gelateria Da Rocco auf der gegenüberliegenden Straßenseite Rast einlegen.
