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Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif reiste am Donnerstag zu Gesprächen mit der Führung Katars nach Doha, während die Dynamik für eine mögliche neue Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des laufenden Krieges zunimmt.
Das Treffen findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem der fragile Waffenstillstand weiterhin gilt und die diplomatischen Kontakte zwischen Washington und Teheran Anzeichen einer Wiederbelebung zeigen.
US-Präsident Donald Trump deutete an, dass Gespräche innerhalb weniger Tage stattfinden könnten, möglicherweise in Pakistan, während UN-Generalsekretär António Guterres sagte, es sei „höchstwahrscheinlich“, dass die Gespräche wieder aufgenommen würden.
Sharifs Besuch in Katar folgt auf einen Zwischenstopp in Saudi-Arabien und geht den Treffen in der Türkei voraus, während Islamabad seine Vermittlungsbemühungen fortsetzt, um eine zweite Gesprächsrunde zwischen den beiden Seiten sicherzustellen.
Vermittlungsbemühungen in Teheran
Die Vermittlungsbemühungen Pakistans finden über mehrere Kanäle statt. Parallel zu Sharifs Besuch reiste der Armeechef des Landes, Asim Munir, zu Gesprächen nach Teheran, die Beamte als Teil der laufenden Bemühungen zur Aufrechterhaltung des Dialogs bezeichneten.
Munir traf den iranischen Außenminister Abbas Araghchi, wobei beide Seiten betonten, dass eine weitere Eskalation vermieden werden müsse.
Islamabad war bereits Gastgeber direkter Gespräche zwischen US-amerikanischen und iranischen Beamten, die ohne Einigung endeten, und versucht nun, eine zweite Verhandlungsrunde vor Ablauf des aktuellen Waffenstillstands zu erreichen, was nach Ansicht der Beamten ein enger werdendes Zeitfenster für die Diplomatie darstellt.
In Doha führte Sharif Gespräche, bei denen es auch um die regionale Koordinierung ging, wobei Katar weiterhin ein wichtiger, wenn auch vorsichtiger Akteur bei den Vermittlungsbemühungen bleibt.
Während des Treffens diskutierten Katars Emir Tamim bin Hamad Al Thani und Sharif über die Deeskalation, wobei Doha seine Unterstützung für Pakistans Rolle bei der Aufrechterhaltung des Dialogs zwischen Washington und Teheran signalisierte.
Die Gespräche zeigten auch die wachsende Besorgnis der Golfstaaten über Energieflüsse und maritime Sicherheit.
Die Diskussionen folgen auf einen Anruf zwischen Emir Al Thani und Trump über die Auswirkungen des Konflikts auf die globalen Energiemärkte und Lieferketten.
Zu Beginn der Reise traf Sharif den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman in Jeddah und wird außerdem am Antalya Diplomacy Forum in der Türkei teilnehmen, wo er voraussichtlich den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan treffen wird.
Der Druck auf Gespräche kommt, da der Druck auf Teheran anhält, einschließlich einer US-Seeblockade iranischer Häfen.
Beide Seiten haben signalisiert, dass die Kommunikationskanäle offen bleiben, was die Aussicht erhöht, dass die Gespräche auch dann wieder aufgenommen werden könnten, wenn wichtige Differenzen ungelöst bleiben.
