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Home » Der Handelsumsatz in der Eurasischen Wirtschaftsunion überstieg im vergangenen Jahr 80 Milliarden Euro
Welt

Der Handelsumsatz in der Eurasischen Wirtschaftsunion überstieg im vergangenen Jahr 80 Milliarden Euro

MitarbeiterBy MitarbeiterMai 29, 2026
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Der Handelsumsatz in der Eurasischen Wirtschaftsunion überstieg im vergangenen Jahr 80 Milliarden Euro

Die Länder der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) streben eine tiefere wirtschaftliche Integration durch Digitalisierung und KI an, als sich die Staats- und Regierungschefs der Union in Astana zu einem zweitägigen Gipfeltreffen trafen.

Während der hochrangigen Gespräche diskutierten die Mitgliedstaaten über die Schaffung einer einheitlichen digitalen Umgebung, um einen nahtlosen Markt in einem gemeinsamen Wirtschaftsraum von mehr als 20 Millionen Quadratkilometern aufzubauen.

Die Delegationen konzentrierten sich auf Handel, gemeinsame Projekte und die Entwicklung gemeinsamer digitaler Tools und KI-Systeme, die die Zusammenarbeit stärken und die Fragmentierung innerhalb der Union verringern sollen.

Im vergangenen Jahr hat sich der Handel innerhalb der Union mehr als verdoppelt, während der Umsatz mit Drittländern um 72 % stieg, während rund 90 % der Abrechnungen mittlerweile in Landeswährungen abgewickelt werden, da auch die EAWU-Staaten über ein einheitliches Transitsystem nachdenken.

Da die Digitalisierung die Entwicklungen in der gesamten Union vorantreibt, sagte Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew, dass der Handelsumsatz zwischen EAWU-Mitgliedern um etwa 6 % steigen könnte und in diesem Jahr 85 Milliarden Euro übersteigen würde, verglichen mit 80 Milliarden Euro im letzten Jahr.

Er fügte hinzu, dass das BIP-Wachstum in allen EAWU-Ländern für den Zeitraum 2026–2027 bei etwa 2,5 % liegen werde.

Jetzt, in ihrem 12. Jahr, fungiert die EAEU als ein einziger integrierter Markt und eine Freihandelszone für ihre fünf Mitglieder – Russland, Weißrussland, Kasachstan, Kirgisistan und Armenien.

Der Block hat bereits Abkommen mit einer Reihe von Ländern geschlossen, darunter Serbien, Vietnam, den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Mongolei und Indonesien. China bleibt der wichtigste Partner des Blocks und macht rund ein Drittel des Außenhandels aus.

Integration durch KI

Kasachstans Tokajew sagte, dass das Land während seines Vorsitzes in der EAWU den praktischen Einsatz von KI vorgeschlagen habe, um die Umsetzung der sogenannten vier Freiheiten des Blocks zu unterstützen, mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der Mitgliedsstaaten zu stärken.

Die Mitgliedstaaten schlugen außerdem die Entwicklung gemeinsamer Grundsätze für den verantwortungsvollen Einsatz von KI sowie gemeinsame Rechenkapazitäten und gemeinsame Modellentwicklung vor.

Unterdessen schlug Russland nach Angaben des russischen Präsidenten Wladimir Putin ein hochrangiges KI-Treffen im nächsten Jahr vor, um die Zusammenarbeit bei inländischen KI-Modellen und der Verbindung seiner IT- und Energieinfrastruktur voranzutreiben.

Vor Ort werden bereits Pilotprojekte auf EAWU-Ebene getestet.

In Kasachstan wurden sowohl von Regierungsbehörden als auch von Start-ups mehrere KI-gestützte digitale Assistenten entwickelt, um den Bürgern die Navigation durch Rechts- und Regulierungssysteme zu erleichtern.

Laut dem stellvertretenden Minister für künstliche Intelligenz und digitale Entwicklung, Dmitry Mun, sollen diese KI-Rechtsassistenten die Gesetzgebung vereinfachen, Bürokratie abbauen und Regulierungssysteme für Bürger und Unternehmen zugänglicher machen.

Einige dieser Tools werden derzeit getestet, um Prozesse in den Mitgliedstaaten zu optimieren.

Handelskorridore und Logistikmodernisierung

Nach Angaben von Beamten werden etwa 85 % der Waren, die von China nach Europa transportiert werden, über den Mittleren Korridor transportiert.

Künstliche Intelligenz wird zunehmend neben dem TDN und dem Digital Transport Corridor entlang der Transkaspischen Internationalen Transportroute eingesetzt. Zusammengenommen dürften diese Maßnahmen die Nicht-Rohstoffexporte in den nächsten zwei Jahren um rund 30 % steigern.

Kasachstans Minister für Handel und Integration, Arman Shakkaliyev, sagte, das Land wolle auch wichtige Transportrouten, darunter den Mittleren Korridor und den Nord-Süd-Korridor, nutzen, um ein vollständig integriertes Logistikökosystem aufzubauen.

Das Ziel bestehe darin, Kasachstan als wichtigen regionalen Knotenpunkt zu positionieren, an dem Transportwege zusammenlaufen und große Exportströme konsolidiert würden.

Ziel ist es, bis 2030 ein voll funktionsfähiges System mit einem Frachtvolumen von rund 10 Millionen Tonnen zu entwickeln. Die Arbeiten sind bereits im Gange, einschließlich der Modernisierung der Eisenbahn und der Entwicklung neuer Infrastruktur.

Putin-Besuch und bilaterale Abkommen

Der Gipfel folgte Putins Staatsbesuch in Kasachstan, bei dem die beiden Länder sieben Grundpfeiler der bilateralen Zusammenarbeit sowie ein umfassenderes Paket von Abkommen zu Energie, Verkehr, Finanzen, Bildung und industrieller Entwicklung unterzeichneten.

Mit bereits fast 25 Milliarden Euro ist Russland nach wie vor der größte Investor Kasachstans und plant, diese Zahl weiter zu steigern. Außerdem baut es das erste Kernkraftwerk Kasachstans im Wert von rund 14 Milliarden Euro.

Putin sagte, dass die Anlage etwa 20 % des Stromverbrauchs Kasachstans ausmachen würde, und fügte hinzu, dass die Finanzierungsbedingungen für solche Projekte der internationalen Praxis entsprächen.

Er wies darauf hin, dass das Projekt die russische Industriekapazität durch Ausrüstungsbestellungen und langfristige Wartungsverträge unterstütze und gleichzeitig die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern in der Uran- und Nukleartechnologie stärke.

Für Kasachstan bedeuten die Beamten, dass das Projekt sowohl Energiesicherheit als auch einen Schritt auf dem Weg über den Rohstoffexport hin zu einer hochwertigen technologischen Zusammenarbeit darstellt.

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