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Der KI-Pionier Yann LeCun hat 1,03 Milliarden US-Dollar (fast 900 Millionen Euro) eingesammelt und einen neuen CEO für sein neues Startup für künstliche Intelligenz (KI) ernannt, das teilweise von Paris aus operieren wird.
Der französisch-amerikanische Wissenschaftler kündigte am Dienstag in den sozialen Medien die Einführung von Advanced Machine Intelligence (AMI) an
Laut der Website des Unternehmens zielt das Startup darauf ab, Weltmodelle zu erstellen, bei denen es sich um KI-Systeme handelt, die aus realen Daten wie Informationen von Sensoren und Kameras lernen, anstatt sich hauptsächlich auf Texteingabeaufforderungen zu verlassen.
Laut AMI könnten Systeme, die auf diese Art von Daten trainiert werden, genauere Vorhersagen über die Konsequenzen ihrer Handlungen treffen, was dazu beitragen könnte, ihre Verwendung sicherer zu machen.
Das Unternehmen hofft, dass die Technologie in Branchen eingesetzt wird, in denen „Zuverlässigkeit, Kontrollierbarkeit und Sicherheit wirklich wichtig sind“, wie etwa Automatisierung, tragbare Geräte, Robotik und Gesundheitswesen.
AMI hat bereits seine ersten leitenden Einstellungen vorgenommen und den Multi-KI-Unternehmer Alex LeBrun zum CEO und den ehemaligen Meta- und Google-Forschungswissenschaftler Saining Xie zum Chief Science Officer ernannt.
Der französische Präsident Emmanuel Macron sagte auf der Social-Media-Seite X, dass LeCun mit der Einführung von AMI „ein neues Kapitel der künstlichen Intelligenz aufschlägt“.
„Das ist das Frankreich der Forscher, Bauherren und Mutigen. Bravo!“ er schrieb.
LeCun gewann 2018 zusammen mit den KI-Pionieren Geoffrey Hinton und Yoshua Bengio den Turing Award, den renommiertesten Preis der Informatik, für ihre Arbeit zum Deep Learning, einer Art KI, die Muster aus großen Datenmengen lernt.
Nach Angaben des Unternehmens wird AMI von Paris, New York, Montreal und Singapur aus operieren.
