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Home » Depot muss wohl endgültig schließen
Wirtschaft

Depot muss wohl endgültig schließen

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 26, 2026
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In wenigen Wochen ist Schluss

Dekohändler Depot muss wohl endgültig dichtmachen


26.08.2026 – 20:47 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Räumungsverkauf: Depot schliesst wohl alle Filialen. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON/imago)

Anfang August meldete Depot Insolvenz an. Nun scheint klar: Es gibt wohl keine Rettung.

Nach Informationen der „Lebensmittel Zeitung“ gibt es für den Wohnaccessoire-Händler Depot keine Zukunft mehr. Die Betreibergesellschaft GDC Deutschland GmbH soll ihren Geschäftsbetrieb bis Ende September einstellen, alle Beschäftigten verlieren ihren Job. Damit endet ein Insolvenzverfahren, in dem zunächst noch Hoffnungen auf eine Fortführung einzelner Standorte bestand.

Nach Angaben der Zeitung hat Depot-Inhaber Christian Gries den verbliebenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Mittwoch per Video-Call mitgeteilt, dass mit der GDC Deutschland GmbH Ende September Schluss ist. Spätestens bis zum 30. September sollen allen Beschäftigten gekündigt werden, die angemieteten Verkaufsflächen werden bis dahin geräumt. Ein Teil des Teams wird bereits Ende August freigestellt und erhält in den kommenden Tagen die entsprechenden Schreiben.

Masseunzulänglichkeit zwingt zur Geschäftsaufgabe

Hintergrund der Entscheidung ist die wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens Anfang August wurde nach Angaben der „Lebensmittel Zeitung“ Masseunzulänglichkeit angezeigt. Davon ist die Rede, wenn die im Verfahren zur Verfügung stehenden Mittel nicht ausreichen, um alle laufenden Verpflichtungen des Unternehmens zu decken. In einer solchen Situation bleibt dem Management oft nur, den Geschäftsbetrieb geordnet einzustellen.

Rechtsanwalt Alexander Höpfner von der Restrukturierungskanzlei ACT Tischendorf, der Gries in dem Video-Call zur Seite stand, erläuterte dem Bericht zufolge, das Unternehmen sei zu den aktuellen Schritten rechtlich gezwungen. Die Finanzierung und der Fortbestand von Depot seien über den September hinaus nicht gesichert.

Filialnetz schrumpft – Beschäftigte verlieren ihre Stellen

Der jetzt angekündigte Komplettausstieg ist der Endpunkt eines bereits laufenden Abbaus. Zur Insolvenzanmeldung im Mai waren laut „Lebensmittel Zeitung“ noch rund 150 Filialen von Depot am Netz. Ende Juli war dann geplant, 50 eigene Standorte und 80 Shop-in-Shop-Flächen weiterzubetreiben.

Gleichzeitig wurde der Personalabbau vorangetrieben: Bereits zu diesem Zeitpunkt erhielten rund 330 Beschäftigte die sofortige Freistellung, 27 Standorte wurden geschlossen. Nun sollen auch die verbliebenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Bis spätestens 30. September sollen allen Beschäftigten gekündigt werden, die Verkaufsflächen werden geräumt.

Auf einigen Flächen der Handelspartner hat bereits der finale Räumungsverkauf begonnen. „Wir schließen“, heißt es auf Schildern an den Regalen, verbunden mit Rabatten von etwa 50 Prozent auf das gesamte Sortiment.

Shop-in-Shop-Flächen vor Veränderungen

Betroffen ist auch das Shop-in-Shop-Konzept, mit dem Depot in Märkten von Edeka und Rewe präsent war. Nach Informationen der Lebensmittel Zeitung droht diesem Modell in seiner bisherigen Form das Ende. In den Zentralen in Hamburg und Köln herrscht demnach Skepsis, alternative Konzepte für die Flächen sind bereits in Planung.

Gries versuchte gegenüber den Beschäftigten dennoch, etwas Hoffnung zu machen. Er arbeite an einer „kleinen Lösung“, das Führungsteam sei weiterhin in Gesprächen mit den Händlern. Depot-Inhaber Christian Gries äußerte sich darüber hinaus auf „LZ“-Anfrage nicht weiter zu den Vorgängen; Rewe und Edeka wollten sie nicht kommentieren.

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