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Home » Demos gegen Massentourismus auf Mallorca: Tausende marschieren durch Palma
Panorama

Demos gegen Massentourismus auf Mallorca: Tausende marschieren durch Palma

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 27, 2026
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Demos gegen Massentourismus auf Mallorca: Tausende marschieren durch Palma

Protest gegen Massentourismus

„Es reicht!“ – Tausende Menschen marschieren durch Palma


Aktualisiert am 27.07.2026 – 10:03 UhrLesedauer: 2 Min.

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Tausende Menschen gingen am Sonntag zum Demonstrieren auf die Straßen von Palma de Mallorca. (Quelle: Clara Margais/dpa/dpa-bilder)

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Mitten in der Hauptreisezeit fordern Tausende Menschen auf Mallorca ein Ende des Massentourismus.

Es soll die bislang größte Protestaktion gegen den Massentourismus auf Mallorca gewesen sein: Tausende Menschen sind am Sonntag auf die Straßen gezogen. Die Demonstranten versammelten sich am Abend zunächst auf der Plaza de España im Zentrum von Palma, der Hauptstadt der spanischen Mittelmeerinsel. Von dort zog der Demonstrationszug durch die Innenstadt zur Kathedrale, wo später am Abend ein Manifest verlesen werden sollte.

Die Initiative „Menys Turisme, Més Vida“ (Weniger Tourismus, mehr Leben) hatte unter dem Motto „Mallorca am Limit„ bereits das dritte Jahr in Folge auf der vor allem bei Touristen aus Deutschland und Großbritannien beliebten Insel zum Protest aufgerufen – und mit bis zu 40.000 Teilnehmern gerechnet. Die mallorquinische Polizei schätzte die Zahl der Demonstranten derweil auf 25.000. Die Veranstalter sprachen laut „Mallorca Magazin“ von rund 70.000 Demonstranten.

Viele Teilnehmer trugen selbst gebastelte Plakate. „Mallorca overbooked“ oder „Keine Kapazität mehr“ oder „Es reicht!“ stand unter anderem darauf. Ein Jahr vor den Regionalwahlen auf den Balearen wolle man seine Meinung kundtun, sagte ein Sprecher der Veranstalter vor Journalisten. Der Zeitpunkt sei bewusst mit Blick auf die aktuelle Hauptreisezeit gewählt worden. Ende Juli und Anfang August gelten als die Wochen mit den meisten Urlaubern auf der Baleareninsel.

Protest gegen Massentourismus auf MallorcaVergrößern des Bildes
Die Einheimischen fordern eine Begrenzung der Besucherzahl. (Quelle: Clara Margais/dpa/dpa-bilder)

Protestler beklagen Wohnungsnot, Staus, Schmutz und Lärm

Die zentrale Forderung ist eine Begrenzung der Besucherzahl. Die steigende Zahl der Urlauber und der Ferienwohnungen wird für die schlimme Wohnungsnot verantwortlich gemacht. Die Organisatoren der Protestaktion beklagen, dass viele Menschen mit einem normalen Einkommen sich auf der Insel kaum noch eine Wohnung leisten können.

Nachbarschaftsverbände, Umweltschutzgruppen und andere Organisationen führen aber auch Probleme wie Verschmutzung, Staus und Lärm sowie die Zerstörung der Natur auf den Massentourismus zurück.

Bei der Kundgebung sollte die deutsch-mallorquinische Sängerin Maria Hein die Mallorca-Hymne „La Balanguera“ singen.

Unruhen am Ende des Protestzuges

Laut einem Bericht des „Mallorca Magazins“ kam es am Ziel des Protestzuges, dem Veranstaltungsareal Ses Voltes, zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der spanischen Nationalpolizei. Einige der Demonstranten hätten die Polizei wegen Absperrungen beschimpft. Es habe Tumulte und zunehmende Spannungen gegeben. Die Lage sei zeitweilig unübersichtlich gewesen. Die Polizei habe auch Schlagstöcke eingesetzt, um eine kleinere Gruppe von Demonstranten auseinanderzutreiben. Unter den Beteiligten sollen dem Bericht zufolge vereinzelt auch Fahnen der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung zu sehen gewesen sein.

Angriffe mit Wasserspritzpistolen auf Urlauber, wie sie bei früheren Protesten in Barcelona oder Madrid vorgekommen waren, wurden zunächst in Palma nicht gemeldet.

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