Nach Ulmen-Vorwürfen
„Es reicht!“: Demo am Rathaus mit Luisa Neubauer angekündigt
22.03.2026 – 08:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach den Vorwürfen von Collien Fernandes formiert sich auch in Hamburg Protest. Für kommende Woche ist eine Demonstration am Rathausmarkt geplant.
Nach den Vorwürfen von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen ist in Hamburg eine Demonstration angekündigt worden. Für Donnerstag, 26. März, um 17.30 Uhr ist sie am Rathausmarkt geplant.
Dazu hat unter anderem die Hamburger SPD-Politikerin Annika Urbanski auf Instagram aufgerufen. In dem Beitrag heißt es: „Es reicht! Die Scham muss die Seite wechseln.“ Viele Menschen empfänden seit Tagen Wut, Fassungslosigkeit, Ohnmacht – und zugleich das Bedürfnis, zu handeln.
Die Initiatorinnen um Urbanski schreiben weiter: „Lasst uns gemeinsam zeigen, dass niemand alleine ist.“ Man wolle „laut“ und „sichtbar“ sein. Ziel sei es, mehr Aufmerksamkeit für sexualisierte Gewalt zu schaffen und politischen Druck aufzubauen. Gefordert werden „mehr Schutz, klare Gesetze und echte Konsequenzen – online wie offline“.
Unterstützung bekommt der Aufruf unter anderem von Klimaaktivistin Luisa Neubauer sowie der Autorin und „Spiegel“-Kolumnistin Alexandra Zykunov.
Inzwischen haben sich viele in der Öffentlichkeit stehende Frauen mit Fernandes solidarisiert – auch in Hamburg. Mehrere bekannte Gesichter aus der Stadt äußern sich öffentlich und finden deutliche Worte. Weitere Reaktionen lesen Sie hier.
Auch der frühere HSV-Torwart René Adler äußerte sich deutlich. In einem Instagram-Beitrag schrieb er: „Ich bin sprachlos, ernüchtert und desillusioniert, in was für einer kranken Welt meine Tochter geboren wurde. […] Es reicht!“ Er sprach von einem „strukturellen Problem“ und forderte mehr Verantwortung – insbesondere von Männern. Mehr dazu lesen Sie hier.
Der Hamburger Musiker Johannes Oerding erklärte in einem Statement: „Schweigen fühlt sich in diesem Moment einfach falsch an.“ Die aktuellen Entwicklungen machten ihn „wütend, traurig und nachdenklich zugleich“. Weiter schreibt er: „Ich schäme mich in solchen Momenten […] ein Mann zu sein.“ Gleichzeitig betont er, Männer dürften sich nicht wegducken: „Wir müssen hinschauen, zuhören, Verantwortung übernehmen und klar widersprechen – im Kleinen wie im Großen.“









