Auch andere Börsen betroffen
Dax reagiert auf Nahost-Krieg – Kurse fallen
02.03.2026 – 09:33 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Krieg in der ölreichen Golfregion lässt die Kurse an der Börse absacken. Steigende Öl- und Gaspreise setzen den Märkten zusätzlich zu. Dabei hatte es für Anleger zuletzt noch gut ausgesehen.
Der Angriff der USA und Israels auf den Iran und dessen Vergeltungsschläge haben den deutschen Aktienmarkt zum Wochenauftakt auf Talfahrt geschickt. Der Grund: Die Öl- und Gaspreise stiegen wegen des Krieges stark. Der Dax büßte am Montag in den ersten Handelsminuten 2,3 Prozent auf 24.697 Punkte ein. Am Freitag war der deutsche Leitindex noch nahe an das Rekordhoch von Mitte Januar gestiegen.
Am Samstag hatten Israel und die USA den Iran angegriffen und dabei unter anderem das iranische Staatsoberhaupt, den Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei, getötet. Teheran reagierte seinerseits mit Angriffen auf Ziele in Israel sowie auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion.
Der MDax der mittelgroßen Werte verlor zum Wochenauftakt 2,7 Prozent auf 30.706 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 2,3 Prozent. An der Börse in Paris fielen die Kurse um 2,36 Prozent. In London lag der Index FTSE dagegen zunächst nur 0,93 Prozent im Minus.
Zuvor hatten bereits die Börsen in Asien größtenteils im Minus geöffnet. Besonders stark gaben die Aktienkurse von Fluggesellschaften nach – sie mussten wegen der Krise in Nahost Flüge in die Region vorerst komplett streichen. Wichtige Luftfahrt-Drehkreuze wie Dubai sind betroffen. Die Kurse von Energiefirmen dagegen stiegen – der Konflikt in Nahost hat den Ölpreis bereits deutlich nach oben getrieben.
Die Märkte „leiden unter der Verschärfung der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und deren potenziellen Auswirkungen auf die regionale Stabilität und die Energieflüsse“, erklärte der Analyst John Plassard von der Cité Gestion Private Bank. Sie sorgten sich vor allem um „deutlich höhere Ölpreise und Störungen der Lieferketten mit dem Risiko einer höheren Inflation“, erläuterte Analystin Kat Hudson von Hargreaves Lansdown.
